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Wehren der Verbandsgemeinde Kell am See feiern in Hentern - Beförderungen und Ehrungen

Wehren der Verbandsgemeinde Kell am See feiern in Hentern - Beförderungen und Ehrungen

In Verbindung mit der traditionellen Kirmes hat der diesjährige Verbandsgemeinde-Feuerwehrtag in Hentern stattgefunden. Ehrungen und Beförderungen standen bei der Veranstaltung im Mittelpunkt.

"Vor wenigen Tagen hat uns die Mitteilung der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Trier erreicht, wonach für die Wehren der Verbandsgemeinde Kell fünf neue Fahrzeuge bewilligt wurden." Mit dieser Meldung wartete Bürgermeister Martin Alten im Henterner Festzelt vor zahlreichen Gästen und Feuerwehrfrauen und -männern auf, und Ortsbürgermeister Michael Marx freute sich über die wiederholte Ausrichtung der Veranstaltung in seiner Gemeinde. "Wir scheinen ein gastfreundlicher Ort zu sein", so sein Kommentar.

Mit seinem Unmut über die oftmals vorkommenden Überbelastungen von Feuerwehrkameraden hielt der stellvertretende Wehrleiter der Verbandsgemeinde Kell am See, Torsten Marx (füllt die Position des vakanten Wehrleiters aus, der TV berichtete), nicht hinterm Berg: "Die freiwilligen Feuerwehren machen den größten Teil des Feuerwehrwesens in Deutschland aus. Der intensivste Teil besteht dabei aus Lehrgängen, Instandsetzungen und Pflege der Fahrzeuge und der Ausrüstung. All das ist nicht mehr alleine in der Freizeit zu bewältigen, was oft zu Überbelastung und Demotivation von Kollegen führt."

Insbesondere Verhaltensweisen von sogenannten Beobachtern und Gaffern an Unfallorten kritisierte Torsten Marx scharf. "Da müssen Stellungnahmen verfasst werden über Einsätze, die angeblich nicht so abgelaufen sind, wie sich manche Leute das vorstellen. Wir alle stehen im Fokus der Öffentlichkeit, alles Tun und Handeln wird kritisch hinterfragt. Dabei stehen irgendwelche gaffende Menschen während unseres Einsatzes hinter uns und haben danach nichts Eiligeres zu tun, als Einsatz-Fotos und -Filme ins Netz zu stellen und sich in diversen Foren unangemessen auszutauschen", fasste er leidenschaftlich und dennoch sachlich seinen Ärger in Worte. "Wir müssen uns in kürzester Zeit zu Entscheidungen durchringen, um Gefahren für Leib und Leben abzuwehren. Hinterher ist immer Zeit, um sich ausgiebig mit dem Geschehen auseinander zu setzen." Hier sei die Politik gefragt, den Menschen, die aus innerer Überzeugung anderen Menschen helfen und sich nicht selten in Lebensgefahr begeben, den Rücken freizuhalten. hmExtra

Ehrungen und Beförderungen: Für 25-jährige Dienste in der freiwilligen Feuerwehr wurden durch Bürgermeister Martin Alten geehrt: Patrick Anell (Heddert), Thorsten Waschbüsch (Kell am See), Patrick Adams, Stephan Stein, Sebastian Hädicke (alle Waldweiler). Zu stellvertretenden Wehrführern wurden ernannt: Johannes Hares (Waldweiler), Markus Biewer (Mandern), Thomas Leineweber (Greimerath). Zum Jugendwart der Feuerwehr Kell am See wurde Michael Becker ernannt. Befördert wurden: Zur Oberfeuerwehrfrau Jennifer Schmitt (Zerf), zu Hauptfeuerwehrmännern: Dennis Thiery, Stefan Franzen, Florian Wagner, Daniel Sokolowski (alle Greimerath) und Thomas Wilde (Kell am See). Zum Löschmeister wurde Florian Swoboda (Greimerath), zum Oberlöschmeister wurde Manfred Jungblut und zum Oberbrandmeister Helge Schmitt (beide Kell am See) ernannt. hm