Weihnachten wird lebendig
Seit rund 40 Jahren ist es Tradition, dass Schüler des Hermeskeiler Gymnasiums in der Adventszeit ein großes Konzert geben. Wieder einmal konnte die Qualität gesteigert werden. Bis auf den letzten Platz war die Kirche besetzt, denn die Musikfreunde wissen: Hier wird Weihnachten lebendig.
Hermeskeil. (doth) "Wir versuchen in jedem Jahr, die Qualität zu steigern, obwohl man mit immer neuen Schülern immer wieder von vorne beginnen muss", erklärt Fachlehrer Andreas Steffens vor dem Konzert. Solisten, das Schulorchester, der Unterstufen- und der Oberstufenchor zeigten beeindruckende Leistungen. Hinzu kommt die fulminante Akustik des Sakralbaus, die das Klangerlebnis noch steigert.Mit der Ersten "Sinfonies de Fanfares" D-Dur von Jean Joseph Mouret eröffneten Mario Düpre mit dem Sopran-Saxofon und Christian Kiefer auf der Oberlinger-Orgel den Konzertabend. Dann waren schon die Jüngsten vom Unterstufenchor unter der Leitung von Christian Kiefer an der Reihe. Mehrstimmig und mehrsprachig interpretierten sie Adventslieder in einem ihnen angemessenen Schwierigkeitsgrad.Mit jedem Programmpunkt wurde der Applaus stärker
Es wurde immer feierlicher, mit dem Schulorchester und den Solisten Andreas Steffens (Violine) und Michelle Kasper (Oboe) bei einer Bach-Interpretation und dem schon vom Anblick her beeindruckenden Oberstufenchor und seinen 120 jungen Sängern."Mit 120 Schülern gleichzeitig zu arbeiten ist schwierig", weiß der Dirigent, Mario Düpre. Doch der gewaltige Klang entschädigt für alle Mühe, die man sich in langen Proben seit den Herbstferien gegeben hat. Ganz locker, auch mit Fingerschnippen und Klatscheinlagen, wurde gesungen. Auch an sehr berühmte Werke wagte man sich heran: Das Orchester spielte Ausschnitte aus Tschaikowskis "Schwanensee", so als ob die Schüler sonst nichts machen würden. Auch Georg Friedrich Händels "Wassermusik" bereitete keinerlei Mühe. Mit jedem Programmpunkt wurde der Applaus stärker. Eintritt war nicht verlangt worden. Am Ausgang wurde gesammelt. "Der Erlös ist zur Hälfte für einen karitativen Zweck bestimmt. Die andere Hälfte fließt in die Anschaffung von Noten und die Instandhaltung der schuleigenen Instrumente", erklärte Schulleiter Karl-Heinz Wortmann. Man darf sich jetzt schon auf das Sommerkonzert freuen.