Weihnachts-Vorfreude mit bewährtem Team
Dieser Termin ist gesetzt: Alle Jahre wieder, am ersten Wochenende im Dezember, lädt der Saarburger Gewerbe-Verein (SGV) zum Christkindlmarkt in die Stadt ein. Seit vielen Jahren geht diese Tradition inzwischen auf dem Boemundhof über die Bühne - und wirft bei einigen nach wie vor die Frage auf, warum der Markt nicht auf den attraktiveren Buttermarkt verlegt wird.
Saarburg. Ab heute Nachmittag soll es noch ein bisschen weihnachtlicher werden in Saarburgs Innenstadt. Seit einigen Tagen begrüßt eine meterhohe, vom Saarburger Dekorateur Leo Klassen mit goldenen Kugeln geschmückte Tanne auf dem neuen Kreisel die Besucher. Auch die Graf-Siegfried-Straße ist aufwendiger dekoriert als in den Vorjahren. Der Christkindlmarkt mit 14 Holz-Häuschen soll die vorweihnachtliche Stimmung weiter "anheizen". Heute um 16 Uhr ist Eröffnung auf dem Boemundhof. Für entsprechende musikalische Einstimmung wird ab 18 Uhr das Wolfgang Kernbach Salon Orchester mit seinem "Swinging Christmas"-Programm sorgen. Samstag und Sonntag ist der Markt jeweils von 12 bis 20 Uhr geöffnet. Eine besondere Attraktion wird wie in den Vorjahren der Besuch des Nikolaus am Samstag um 16 Uhr sein. Erwartet und abgeholt wird er von Musikverein und Feuerwehr an der Schiffs-Anlegestelle. Von da aus geht es gemeinsam zum Boemundhof, wo der Nikolaus seine Mitbringsel an die Besucher verteilen wird. Am Konzept des Marktes habe sich nichts geändert, berichtet SGV-Vorstandsmitglied Mathilde Franzen. "Wir sind nicht mehr so essenslastig und haben zwei neue Schmuckstände und einen Stand von Hans-Peter Merten, der seine Fotos von Saarburg und der Region anbieten wird."Zudem bleiben die Geschäfte erstmals während des Christkindlmarktes heute bis 20 Uhr geöffnet. Die Gesamtkosten für den Markt übernimmt wie immer der SGV - und für den ist ein Umzug auf den Buttermarkt, wie er auch in diesem Jahr wieder von einigen Geschäftsleuten gewünscht wird, kein Thema. "Da müssten komplett neue Strom-Anschlüsse gelegt werden, und wir bräuchten kleinere Häuschen und davon die doppelte Anzahl", sagt Franzen. "Das können wir nicht bezahlen." Stadtbürgermeister Jürgen Dixius hat grundsätzlich nichts gegen eine Verlegung, macht aber deutlich: "In eingeschränkter Form, nämlich so, dass dort noch Rettungsfahrzeuge durchkommen, ist ein Markt am Wasserfall durchaus möglich. Allerdings bräuchten wir jemanden, der ihn macht. Wenn die Geschäftsleute am Wasserfall das übernehmen möchten und ein Signal geben, denken wir über ein Konzept gerne nach."