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Saarburg/Ockfen/Schoden/Irsch: Weinberge werden neu geordnet

Saarburg/Ockfen/Schoden/Irsch : Weinberge werden neu geordnet

Die geplante Flurbereinigung in Saarburg, Ockfen, Schoden und Irsch soll Winzern und Landwirten helfen. Ein Votum fehlt jedoch noch.  

Kleine Parzellen sind sowohl für Winzer als auch Landwirte schwierig zu bewirtschaften. Sie gehören jedoch an einigen Stellen in der Verbandsgemeinde Saarburg-Kell zur Realität. Um dies zu ändern und auch brachliegende Flächen, so genannte Drieschen,  inmitten bewirtschafteter Areale zu eliminieren, wird derzeit in Saarburg, Ockfen, Schoden und Irsch ein Flurbereinigungsverfahren vorbereitet.

Bei einer Versammlung von rund 120 Grundstückseigentümern haben sich 97 Prozent der Anwesenden für das Projekt beim Dienstleistungszentrum ländlicher Raum (DLR) Mosel ausgesprochen. Auch die Räte in Saarburg, Ockfen und Schoden haben bereits einstimmig für das Verfahren votiert. Der Ortsgemeinderat Irsch wird am Donnerstag, 12. Dezember, entscheiden, ob die Gemeinde sich an dem Projekt beteiligt.

Stadtbürgermeister Jürgen Dixius sagte in der Saarburger Stadtratssitzung: „Seit eineinhalb Jahren sind wir an dem Thema dran. In Saarburg war das Verfahren am Niederleuker Berg ein großer Erfolg. Die Zahl der Drieschen hat dort deutlich abgenommen.“ Auch in Beurig sei das Verfahren erfolgreich gewesen. Bei der aktuellen Planung sei die Stadt nur mit einer kleinen Fläche von etwa 35 Hektar am Klosterberg betroffen. Er sei froh, dass die Weinkulturlandschaft mit Hilfe der Flurbereinigung erhalten werde, sagte Dixius.

Zum geplanten Verfahrensgebiet gehören neben dem Saarburger Klosterberg die Weinlagen Schodener Herrenberg, Ockfener Bockstein, Ockfener Geisberg, Irscher Sonnenberg sowie die landwirtschaftlichen Flächen auf dem Plateau und in der Talaue zwischen Irsch und Ockfen. Vorab hat das DLR mehr als 86 Hektar Rebfläche in dem Gebiet untersucht, mehr als die Hälfte davon befindet sich auf Ockfener Gemarkung. Die Mehrheit der vom DLR befragten Betriebe begrüße die Flurbereinigung, hieß es.

Die Neuordnung der Flächen soll nicht nur dem Weinbau und der Landwirtschaft zugute kommen. Auch das Thema Naturschutz spielt bei dem Verfahren eine Rolle. So sollen die ungenutzten Flächen in die Randbereiche verlagert werden und sich dort entsprechend weiter entwickeln können. Zudem ermöglicht es die Flurbereinigung, Gewässerrandstreifen auszuweisen, die dem Hochwasserschutz dienen. Denkbar ist laut Verbandsgemeindeverwaltung Saarburg-Kell auch, dass Radwege im Rahmen des Verfahrens neu erschlossen werden. Das geplante Flurbereinigungsverfahren ist Teil des Moselprogramms, das das DLR vor Jahren ins Leben gerufen hat, um die Weinbergsflächen weiterzuentwickeln.