Weindorf zum Kuscheln

Ohne Festzelt, ohne Seniorennachmittag. Die Planer des 57. Konzer Heimat- und Weinfests haben ihr Konzept überarbeitet. Ziel ist es, die Qualität der Veranstaltung zu verbessern und mehr Leute als bisher auf den Marktplatz vor dem Rathaus zu locken.

Konz. Geschätzt 30 000 Gäste haben in der jüngsten Vergangenheit das Konzer Heimat- und Weinfest pro Jahr besucht. Allerdings sei man zu bestimmten Terminen auch an Kapazitätsgrenzen gestoßen. "Da haben wir uns auch immer wieder sehr intensiv Gedanken um die Sicherheit und die notfallmedizinische Versorgung der Festbesucher gemacht", sagt Karl-Heinz Frieden. Der Bürgermeister der Stadt und der Verbandsgemeinde Konz stellte gestern im Rahmen einer Pressekonferenz das Programm (siehe Programm Heimat- und Weinfest) und ein überarbeitetes Festkonzept vor.
Es gibt zwei wesentliche Neuerungen für die große Konzer Sause von Freitag, 15. Juli, bis Montag, 18. Juli:
Das Festzelt, das schon im vergangenen Jahr verkleinert und anders positioniert worden war, wird nicht wieder aufgestellt. Und der Seniorennachmittag in der bisherigen Form wird aus dem Heimat- und Weinfest ausgegliedert. So hoffen die Organisatoren, mehr Gäste nach Konz zu locken.
"Mit dem Zelt stieß man schnell an Besuchergrenzen", sagt Frieden. Auch sei die Akustik in so einem Raum schwierig. "Den Bands ist es wichtig, dass sie gut klingen", ergänzt Max von Kunow.
Als Mitglied des Festausschusses wünscht er sich, dass das größte Fest in Konz wieder an nostalgischem Charme gewinnt. "Den hat es mit dem Festzelt verloren."
Das Thema Regen bereitet den Organisatoren wenig Kopfschmerzen. Unter den 15 zu einem Weindorf zusammengestellten Pagodenzelten sei Platz, dort könne man sich gut unterstellen. "Regnet es, haben wir zwei Möglichkeiten", sagt Frieden. "Entweder der Regen setzt so früh ein, dass die meisten Menschen sich dafür entscheiden, zu Hause zu bleiben. Fängt es um 23 Uhr zu regnen an, ist das auch egal, dann rücken die Besucher unter den Zelten etwas enger zusammen und es wird kuschelig."
Der klassische Seniorennachmittag, der bislang immer für den letzten Nachmittag des viertägigen Stadtfestes organisiert wurde, ist abmoderiert. Dafür gibt es laut Hermann Hurth "gute Gründe". So reichte schon 2015 der Platz im Festzelt nicht mehr aus, um allen Senioren einen adäquaten Platz anzubieten. "Oft war es zu laut, und mit Rollatoren und Rollstühlen wurde es sehr eng", sagt der Seniorenbeauftragte. Er hat gemeinsam mit der Stadt und dem Festausschuss einen neuen Termin und einen neuen Ort ausgearbeitet. Der Seniorennachmittag in diesem Jahr ist am Samstag, 23. April, ab 14 Uhr in der Sport- und Festhalle des Schulzentrums Konz. Etwas ruhiger, auch das ältere Publikum ansprechend, bleibt der Montagnachmittag gleichwohl.
In diesem Jahr präsentiert der Tenor Thomas Kiesling sein Programm.
Als weitere Neuerung für das Heimat- und Weinfest wird erstmals für die Verbandsgemeinde Konz der Jungwinzer des Jahres am Vorabend des Heimat- und Weinfests im Rahmen eines Weindinners gekürt. "Die Details hierzu arbeiten wir zurzeit noch aus", sagt Max von Kunow. Ihm ist es aber wichtig, den vielen jungen Talenten in der Region eine Bühne zu bieten, auf der sie sich samt ihrer Leistungen präsentieren können.
"An Obermosel und Saar gibt es viele top-ausgebildete Winzer, die es verdienen, dass die Öffentlichkeit auf sie aufmerksam wird.Extra

Donnerstag, 14. Juli: Weindinner im Festsaal des Klosters Karthaus mit der Wahl des Jungwinzers des Jahres (19 Uhr). Freitag, 15. Juli: Eröffnung des 57. Heimat- und Weinfestes (20 Uhr); Feuerwerk (22.30 Uhr). Samstag, 16. Juli: Party-Cover-Band (21 Uhr); Musik auf der HdJ-Nachwuchsrockbühne (22 Uhr). Sonntag, 17. Juli: Oldtimertreffen des Motorsportclubs Konz auf dem Parkplatz Möbel Martin (8 Uhr); Festgottesdienst auf dem Marktplatz (11 Uhr); Oldtimercorso (12 Uhr); The new Generation auf der Bühne vor dem Rathaus (20 Uhr). Montag, 18. Juli: Tenor Thomas Kiesling (15 Uhr); Die Band "We rock" (21 Uhr) itz