Weingüter präsentieren sich bei Winetime in Nittel an der Obermosel

Weinbau : Spitzenweine und Geheimtipps bei Winetime in Nittel

Die sechste Auflage von Winetime lockt 500 Besucher nach Nittel.

Wie in jedem Frühjahr hatten Weinfreunde Gelegenheit, in festlicher Atmosphäre den ein oder anderen edlen Tropfen zu probieren. Die Veranstaltung, organisiert vom Weingut Apel, hatte auch bei der sechsten Auflage etwas Neues zu bieten.

Schon vor dem offiziellen Beginn haben sich lange Schlangen vor dem Zeltpavillon gebildet. Die rund 500 Besucher stammen größtenteils aus der Region, manche haben aber auch eine weitere Anreise hinter sich. „Wir haben auch Gäste aus dem Saarland“, verrät Mitorganisator Philip Apel vom Weingut Apel.

Der 29jährige freut sich über den großen Zuspruch, den die Veranstaltung mittlerweile unter Weinfreunden hat. „Wir bekommen von den Besuchern immer positives Feedback. Viele kommen gerne wieder“, erzählt er.

Ingo Teuffel aus Serrig ist besonders vom Ambiente angetan. „Es ist eine Möglichkeit, auch mal andere Weine auszuprobieren“, sagt er und lobt, genau wie Jeanette Senft aus Nittel, auch das Essen und die Live-Musik.

Damit für Abwechslung gesorgt ist, lassen sich die Veranstalter jedes Jahr etwas Neues einfallen. Ein Ziel sei es, die Veranstaltung so reizvoll wie möglich zu machen. Das betrifft nicht nur die Live-Musik und den Caterer, die jedes Jahr wechseln. In diesem Jahr sind keine einheimischen Winzer dabei, sondern zwölf Gastwinzer aus zehn deutschen Weinanbaugebieten, darunter Rheinhessen, der Pfalz oder Württemberg.

Dazu gehören namhafte Weingüter, aber auch Geheimtipps aus der Branche. Die Kontakte nach Nittel bestehen schon lange. „Wir kennen alle Winzer gut“, sagt Philip Apel. Es sind Studienkollegen oder auch Bekanntschaften der Eltern. Insgesamt 84 Weine stehen zur Auswahl, daneben hat jeder Winzer auch einen Sekt mitgebracht.

„Heutzutage ist der direkte Kontakt zum Kunden sehr wichtig. Die Endverbraucher geben die Trends vor“, betont Harald Deuschle vom Weingut Mayerle (Württemberg) die Bedeutung der Veranstaltung in Nittel. Erfreut zeigt sich der Winzer vor allem über den großen Anteil jüngerer Besucher. Ein Publikum, das den Wein wieder für sich entdeckt. „Das sind die Kunden der Zukunft“, sagt Deuschle. Christiane Koebernik vom Weingut Emmerich Koebernik (Nahe) zeigt sich auch von der Location und Atmosphäre begeistert. „ Alles ist gut durchgeplant. Es macht Spaß, hier Gastwinzer zu sein“, sagt sie. „Der Aufwand für nur einen Abend ist riesengroß. Daher sind wir dankbar für die Unterstützung durch Sponsoren“, sagt Philip Apel. „Aber es ist auch Werbung für unser Weingut und den Ort Nittel.“

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