Weinhoheiten starten die große Party in Konz

Volksfest : Weinhoheiten starten die große Party in Konz

Konz feiert seit Freitagabend das 71. Heimat- und Weinfest. Los ging die Sause mit dem Besuch von Gastweinköniginnen aus der ganzen Region. Es haben sich auch drei junge Frauen vorgestellt, die den Titel noch bekommen wollen.

Die Party läuft. Bis Montag gibt es noch ein buntes Programm für Jung und Alt in der Saar-Mosel-Stadt. Am Freitagabend haben die Konzer den Auftakt ihres Heimat- und Weinfests gefeiert. Für die Ehrengäste, die Gast-Weinköniginnen von Mosel, Ruwer und Saar sowie aus Luxemburg, begann der Abend schon kurz nach 18 Uhr. Nach und nach versammelten sie sich im Sportboothafen des Wassersportclubs Konz. Mit den Booten der Vereinsmitglieder fuhren sie dann die Mosel aufwärts, in die Saar hinein und bis zum Anleger in der Saarstraße. Dort standen schon einige Oldtimer bereit, um die Weinköniginnen zum Festplatz am Konzer Markt zu bringen. Hunderte Zuschauer verfolgten den Oldtimerkorso am Straßenrand. Zwischen Kirmesbuden und Weinständen erwarteten zahlreiche Besucher den Korso am Festplatz. Dort stiegen die Hoheiten aus, um zur offziellen Eröffnung auf die Bühne zu gehen.

Erstmalig waren die Kandidatinnen für die Wahl der Saar-Obermosel-Weinkönigin mit auf den Booten und in den Oldtimern. Sie haben sich später, moderiert von Thomas Vatheuer, auf der Bühne auf dem Festplatz vorgestellt. Der TV hat sie vorab nach ihren Beweggründen, ihrer Verbindung zum Wein und ihren Zielen als potenzielle Weinkönigin befragt.


Lea Zengerli ist 20 Jahre alt und kommt aus Merzkirchen-Dittlingen. Sie ist die erfahrenste der drei Kandidatinnen, weil sie schon im vergangenen Jahr als Weinprinzessin für die Saar-Obermosel-Region unterwegs war. Das betont sie auch selbst: Sie habe seit September letzten Jahres bereits sehr viele Auftritte als Repräsentantin der Region und des Weines absolviert und so viele Erfahrungen sammeln können. Nun wolle sie das ein weiteres Jahr in- und außerhalb des Saar-Obermosel-Gebiets tun. Dazu gehöre es, neue Freunde für die Region zu gewinnen und bestehende Freundschaften zu pflegen. Sie pflege zudem Bekanntschaften zu verschiedenen Winzern aus der Region und helfe immer wieder gerne aus. „Über sie habe ich das Interesse am Wein gewonnen“, sagt Lea Zengerli. „Als Weinhoheit des Gebietes Saar-Obermosel ist es mir wichtig, die Freude an diesem Amt mit den Menschen zu teilen und so andere zu motivieren, dieses Ehrenamt ausführen zu wollen.“

Karolin Klein ist 18 Jahre alt und kommt aus Schoden. Ihr Motiv formuliert sie ganz klar: „Ich möchte eine Weinhoheit werden, weil ich zeigen möchte, dass man nicht immer unbedingt aus einer Winzerfamilie stammen muss, um seine Heimat und Region zu repräsentieren.“

Am regionalen Wein begeistere sie vor allem deren große Vielfältigkeit und Eleganz. „Am schönsten aber finde ich immer wieder den Ausblick vom Schodener Bismarckturm auf die herrlichen Weinberge der Ayler Kupp“, sagt sie. Wenn sie im Amt sei, wolle sie neue Menschen für die Region und die Weine begeistern, „aber auch andere Regionen und deren Weine kennenlernen“.

Julia Schuster kommt aus Nittel und ist 24 Jahre alt. Das Thema Wein habe sie durch ihre Arbeit in der Gastronomie kennengelernt, erzählt sie. In ihrem Job sei sie auch öfter von Gästen darauf angesprochen worden, ob sie schon mal zu den Weinhoheiten gehört hätte. „So habe ich mich in den letzten Jahren immer mehr damit auseinandergesetzt und den Entschluss gefasst, mich für die kommende Amtszeit zu bewerben“, erklärt Julia Schuster. „Neben der Gastronomie verbinden mich auch meine Großeltern– vor allem mein Opa – mit Wein beziehungsweise Weinbergen.“ Bis vor ein paar Jahren habe ihr Großvater selbst Weinberge gehabt. Er erzähle bis heute noch oft davon, wie es gewesen sei, beinahe täglich in den Weinbergen zu stehen. Auch dass sie in Nittel lebe, dort täglich von Wein und Reben umgeben sei und gerne Veranstaltungen auf dem Weinlehrpfad, die Kellertage oder die Weinkirmes besuche, habe sie dem Wein nähergebracht. Ihr Ziel im Amt beschreibt sie folgendermaßen: „Ich würde gerne den Menschen Freude am Wein vermitteln und zeigen, dass ein guter Tropfen Wein die Stimmung hebt und Menschen verbindet.“

Lea Zengerli. Foto: Lea Zengerli/privat
Karolin Klein. Foto: Karolin Klein/privat
Julia Schuster. Foto: Julia Schuster/privat

Wer von den drei Kandidatinnen zur Weinkönigin und wer zur -prinzessin gekürt ist, wird bei der Proklamation während der St.-Rochus-Weinkirmes in Nittel bekanntgegeben (16. bis 19. August). Die Krönung folgt beim Saarweinfest in Saarburg (31. August bis 2. September). Bis dahin ist noch Saar-Obermosel-Weinkönigin Lena Marx aus Wawern im Amt.

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