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Welcher Beruf passt zu mir?: 22 Betriebe und Institutionen stellen sich bei Bildungsmesse vor

Welcher Beruf passt zu mir?: 22 Betriebe und Institutionen stellen sich bei Bildungsmesse vor

Zur Bildungsmesse hat die Berufsbildende Geschwister-Scholl-Schule Hermeskeil eingeladen. 22 Betriebe und Institutionen präsentierten sich angehenden Auszubildenden und Schülern, die weiterführende Schulen besuchen wollen.

Einige schauen sich gezielt um, andere noch etwas unsicher. So wie Benjamin und Kevin, Neuntklässler der St.-Martinus-Schule Reinsfeld, Stammschule für integrierte Förderung. Beide haben sich noch nicht entschieden, welchen Beruf sie lernen möchten.

Für Mitschüler Alexander, der sich wie sie bei der Bildungsmesse der Berufsbildenden Geschwister-Scholl-Schule (BBS) Hermeskeil umschaute, scheint sich hingegen ein Weg abzuzeichnen. Nach einem ersten Praktikum, das ihm gut gefiel, schnuppert er demnächst bei der Trierer Richterakademie in die Arbeit des Kochs rein.

Ziemlich sicher, was er lernen möchte, ist sich Nils Arend, Schüler der Berufsfachschule I der BBS. Der 16-Jährige interessiert sich für Zerspanungstechnik, Mechanik oder Industriemetallbau und wählte seine Praktika entsprechend aus. Demnächst will er erste Bewerbungen verschicken, "damit ich auch gute Chancen habe".

Klare Vorstellungen hat auch BBS-Schülerin Lejla (17). "Ich mach mein Fachabitur und will dann Versicherungskauffrau werden, wofür ich jetzt Praktika mache." Für Mitschüler Jeton (16) steht zumindest die grobe Richtung fest. Er werde sich wohl um eine handwerkliche Ausbildung wie bei dem Manderner Unternehmen Thyssen Krupp Bilstein bewerben.

Erstmals dabei waren das vom Bundesfamilienministerium unterstützte Beratungsteam Altenpflegeausbildung, das Pflegeberufe vorstellte, und Stefan Zgrebski, Inhaber von "Die Badgestalter", Schillingen. Beide hätten sich etwas mehr Resonanz gewünscht, während bei Maximilian Schmalen von RWE-Unternehmen Westnetz ständig Schülergruppen vorbeischauten. Vielen hätte er erst erklären müssen, dass die Firma, Netze betreibt, die Verbraucher unter anderem mit Strom versorgen, berichtete Schmalen.

Am häufigsten gefragt worden sei nach der Ausbildungsdauer oder den erforderlichen Voraussetzungen. Auch Zgrebski musste vielen Schülern Beispiele dafür nennen, was ein Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik so alles macht. Der Beruf sei ja sehr vielfältig und schließe Wellnessoasen und barrierefreie Bäder ebenso mit ein wie etwa regeneratives Heizen: "Wir machen die Energiewende, von der die Politiker sprechen."

Schüler, die das interessiere, könnten jederzeit wegen eines Praktikums bei ihm nachhören. Er sei dafür immer offen. Etwaige Bedenken, im Handwerk weniger gut verdienen zu können, hält Zgrebski eine andere Perspektive entgegen: "Wer was kann im Handwerk, kann auch gutes Geld verdienen."

Insgesamt stellten sich 22 Betriebe und Institutionen, darunter auch die Jugendberufshilfe des Kreises Trier-Saarburg, in der BBS vor. Da sich die Bildungsmesse an Abschlussklassen mit Schülern im Alter von 15 bis 18 Jahren richte, seien manche noch unschlüssig, erklärt Schulleiter Heinz Oberbillig. In diesem Alter seien viele ja "grad so auf dem Weg zur Berufsfindung". Manche wollten auch weiter zur Schule gehen oder entschieden sich für ein duales Studium, was bei Jugendlichen ein großes Thema sei. In jedem Fall bewährt habe sich die enge Zusammenarbeit der BBS mit metallverarbeitenden Betrieben. Etliche seien seit der ersten von inzwischen sieben Messen dabei.

Laut Eckhard Wendling, Lehrer für Metalltechnik, ist es etwa von Vorteil zu wissen, was die Betriebe suchen, worauf sie Wert legen oder in welchen Techniken der Metallverarbeitung sie stark sind. Inzwischen arbeiteten in vielen Firmen, die bei der Messe präsent seien, ehemalige BBS-Schüler. Für heutige Schüler sei zudem der moderne Maschinenpark der Schule von Vorteil. Aber auch die Beratungsgespräche und die Kompetenz-Werkstatt, die die Schule anbiete. Dabei stehe stets der Schüler im Mittelpunkt: "Er soll sich bewusst werden, was er kann", erklärt Wendling. Das beziehe nicht nur schulisches Können, sondern auch Hobbys mit ein.

Die Bildungsmesse besuchten erneut auch viele Schüler anderer Schulen. Das Hermeskeiler Gymnasium war mit vier Klassen vertreten, die Integrierte Gesamtschule mit einer. Ebenfalls dabei waren die St.-Martinus-Schule Reinsfeld, die Erbeskopf-Realschule-plus-Thalfang, die Grund- und Realschule plus Kell/Zerf und die Berufsfachschule II der BBS Saarburg.