Wellener unterstützen Nachbargemeinde

Wellen · Der Wellener Rat lehnt das wasserrechtliche Genehmigungsverfahren auf dem Fellericher Plateau ebenfalls ab. Die Ratsmitglieder fürchten um den Wasserhaushalt in ihrer Gemeinde.

Wellen. (cmk) Die fünf Teiche, die die Golfparkinvestoren zur Bewässerung des geplanten Golfparks auf dem Fellericher Plateau bauen wollen, sollen zum ersten Mal mit Wasser aus dem Josef-Stollen befüllt werden, einer Grube auf Wellener Gebiet. Genau in dieser Grube wollen die Trierer Kalk-, Dolomit- und Zementwerke (TKDZ) Abfälle wie Glasreste, Schlacken aus Stahlwerken und Reste von Gießerei-Sanden einlagern. So haben die TKDZ es 2008 beantragt. Um die Teiche zu befüllen, sollen laut den Unterlagen im wasserrechtlichen Genehmigungsverfahren für den Golfplatz 200 000 Kubikmeter Bergwasser abgepumpt werden. Die TKDZ hatten früher hingegen immer davon gesprochen, dass der Stollen trocken sei.

Wegen dieses Widerspruchs stoßen die Pläne der Golfparkinvestoren bei den Wellenern auf Widerstand. "Die Ortsgemeinde kann dem Antrag nicht zustimmen", schreiben die Wellener. "Im vorliegenden Fall werden gewohnte Grundwasserressourcen komplett abgezogen und Quellen und Bäche gefährdet."

Die Ratsmitglieder zweifeln auch an der Mengenangabe der Golfparkinvestoren. Laut der Bilanz, die der Gemeinde vorliegt, werden jährlich weniger als 100 000 Kubikmeter Wasser aus dem Stollen gepumpt. Die Sammelbehälter im Stollen seien sogar nur 200 Kubikmeter groß. Schon wenn 80 000 Kubikmeter Wasser aus der Grube abgepumpt würden sei zu befürchten, dass der Grundwasserspiegel stark abgesenkt werde. Ein hydrologisches Gutachten, in dem der Grundwasserspiegel über mehrere Jahre beobachtet wurde, gibt es laut der Stellungnahme nicht. Die Wellener fordern eine Umweltverträglichkeitsprüfung, in der die Auswirkungen auf den Wasserhaushalt der Gemeinde überprüft werden.

"Aufgrund dieser Bedenken und Widersprüche kann die Ortsgemeinde Wellen dem Antrag auf wasserrechtliche Genehmigung nicht zustimmen", steht in der Stellungnahme der Gemeinde.

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