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Weltmusik Konzerte der Kulturen vom 13. bis 15. August 2021 in Saarburg

Konzert : Konzerte der Kulturen: Von Afrika bis Österreich

Erstmals veranstaltet die Station K das Festival der Kulturen. In drei Tagen - vom 13. bis 15. August - finden an drei Spielstätten insgesamt acht Konzerte des Genres Weltmusik statt.

(cst) Weltmusik ist für die meisten eine eher ungewöhnliche Spezies der Musik. Und trotzdem haben Klänge aus anderen Kulturen wie lateinamerikanische, indische und afrikanische Musik einen großen Einfluss auf unsere moderne Popmusik. Die Beatles ließen sich bereits in den späten 1960ern von der indischen Sitar-Musik beeinflussen. Der Popmusiker Peter Gabriel gründete 1982 das heute noch stattfindende Womadfestival, um Musikern und Musikstilen anderer Kulturen eine Bühne zu bieten.

Und Sänger wie Youssou N’Dour und Salif Keita sind längst über ihre Heimatländer Senegal und Mali in der ganzen Welt bekannt.

Jetzt kommt die Weltmusik auch konzentriert in die Region, genauer gesagt nach Saarburg. Dort veranstaltet die Station K Kulturevents  vom 13. bis zum 15. August erstmals das Festival der Kulturen. An drei Abenden sind acht Bands der Weltmusik zu Gast auf den drei Spielstätten Kaserne, Boemundhof und Pflanzgarten Steffens – man muss sich am Abend also jeweils entscheiden.

Mir kam die Idee, das an einem Wochenende zusammenzulegen“, sagt Christoph Kramp von Station K. Bewusst hat er sich für kleinere Spielstätten entschieden, mit bis zu 200 Zuschauern, sagt er.

Kramp ist es gelungen, namhafte Künstler nach Saarburg zu verpflichten.

An erster Stelle sei Lisa Simone genannt, die Tochter von Nina Simone, einer amerikanischen Jazz- und Bluessängerin, die 2017 in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen wurde. Tochter Lisa bietet einen ähnlichen Musikstil wie ihre Mutter, der sich zusammensetzt aus Soul, Blues und Jazz. Am Freitag ab 20.30 Uhr ist sie in der Kaserne Saarburg zu hören.

Genauso namhaft ist Dobet Gnahoré, die von der Elfenbeinküste stammt und heute in Frankreich lebt. Für ihre Bühnenshow ist sie 2009 mit einem Grammy, der höchsten Trophäe in der Musikindustrie, ausgezeichnet worden. Ihre Musik besteht aus einem Mix aus Popmusik und afrikanischen Elementen. Hinzu kommt eine ausdrucksvolle Stimme. Am Samstag ab 20.30 Uhr ist Dobet Gnahoré zu Gast
in der Kaserne Saarburg.

Das international besetzte Tingvall Trio um den schwedischen Pianisten Martin Tingvall gibt am Freitag, ab 20.30 Uhr ein Konzert auf dem Boemundhof. Die Band hat zahlreiche Filmmusiken geschrieben. Stilistisch geht’s in Richtung Jazzrock und auch etwas Latin, beschreibt Kramp die Ausrichtung der „unheimlich tollen Musiker“.

Wir hatten was mit Björn: Ein ungewöhnlicher Name, den sich die Band aus Bochum gewählt hat. Und genauso ungewöhnlich ist die Kombination ihrer Instrumente, wenn sich Posaune und Kontrabass mit einem Kofferschlagzeug verbinden und Maika Küster dazu singt. Die Musik beinhaltet Jazzelemente, klingt aber manchmal etwas schräg. „Aber es ist eine tolle Musik“, sagt Kramp. Zu hören sind sie am Freitag ab 20 Uhr im Pflanzgarten Steffens.

Das Trio Helmut Eisel und Jem  aus dem Saarland spielt am Samstag ab 20 Uhr im Pflanzgarten Steffens. Gerade Eisel ist mit seiner „sprechenden Klarinette“ jemand, der sein Publikum begeistern kann. Awa Ly aus dem Senegal bietet am Samstag ab 20 Uhr auf dem Beomundhof gefühlvolle afrikanische Lieder und erzählt Geschichten aus ihrer Heimat, kann auf der Bühne aber auch Gas geben.

Mit den Österreichern von Cobario kommen am Sonntag, ab 19 Uhr Straßenmusiker zum Boemundhof in Saarburg. In ihrer Instrumentalmusik verbinden sich viele Stilrichtungen, Mit zwei Gitarren und einer Violine versetzen sie die Zuschauer in eine Reise ohne Ziel. Mal sind es melancholisch verträumte Weisen, dann wieder energetisch treibende Klanginstallationen, die sie den Zuhörern bieten.

Die deutsche Kapelle So&So wiederum verbindet Blasmusik aus dem Voralpenland mit Reggae und Klassik. Sie sind am Sonntag, 15. August, ab 19 Uhr in der Kaserne Saarburg zu Gast.

Karten sind unter der
TV-Tickethotline: 0651/7199-996 erhältlich. Weitere Infos gibt es im Internet unter www.station-k.de