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Wenn die Schulter wieder schmerzt

Wenn die Schulter wieder schmerzt

80 Teilnehmer haben beim Infoabend im Kreiskrankenhaus Saarburg mehr über Erkrankungen des Bewegungsapparats und deren Behandlung erfahren.

Saarburg (red) "Schulterschmerzen - Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten": Dieses Thema hat rund 80 Teilnehmer bewegt, die der Einladung des Kreiskrankenhauses St. Franziskus Saarburg gefolgt sind. Bei einem Informationsabend berichteten Dr. Andreas Braun, Facharzt für Chirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie, und Chefarzt Dr. Thomas Poss ausführlich über die häufigsten Verletzungen und Verschleißerkrankungen der Schulter, ihre Symptome und Behandlungsmöglichkeiten. Anschließend standen die Experten für Fragen zur Verfügung.
"Wir freuen uns sehr über die rege Teilnahme und die positive Resonanz", sind sich die beiden Referenten einig. "Ein nicht unerheblicher Teil der Menschen leidet unter Schmerzen in der Schulter. Viele verdrängen das Problem so lange, bis dringend Hilfe nötig ist." Wenn alltägliche Bewegungen wie das Herausholen einer Tasse aus dem Schrank oder das Überziehen eines Pullovers quälende Schmerzen bereiten, ist der Gang zum Arzt längst überfällig. Andreas Braun: "Je später der Arztbesuch, desto eingeschränkter sind meist die Behandlungsmöglichkeiten und desto größer ist das Risiko für dauerhafte Bewegungseinschränkungen und Folgeschäden."
Fehlstellungen und einseitige Belastungen können im frühen Stadium häufig noch durch gezieltes Training behoben werden. Bei akuten Verletzungen der Schulter wie der Schulterluxation, also dem Auskugeln des Schultergelenks, oder das Engpass-Syndrom, also der Einklemmung von Sehnen, Nerven und Blutgefäßen, sowie der sogenannten Kalkschulter und der Schultergelenkarthrose gibt es viele unterschiedliche Therapiemöglichkeiten.
Welche Behandlungsmethode letztlich gewählt wird - ob eine konservative Therapie wie Krankengymnastik ausreicht oder eine Operation notwendig ist -, das entscheidet der Facharzt nach einer umfangreichen Untersuchung individuell und gemeinsam mit dem Patienten. Thomas Poss: "Wenn eine Operation notwendig sein sollte, so ist diese dank moderner Operations- und Narkosetechniken heutzutage meist sehr schonend möglich."
Der Termin für den nächsten Informationsabend steht schon fest. Am Mittwoch, 28. Juni, 19 Uhr, geht es im Kreiskrankenhaus St. Franziskus um "Vorsorge-Koloskopie: Darmerkrankungen frühzeitig erkennen".