Wenn jeder Schritt schmerzt

VHS Saarburg und Kreiskrankenhaus St. Franziskus Saarburg informieren über die Schaufensterkrankheit.

Saarburg (red) "Wenn Ihre Partnerin oder Ihr Partner beim Einkaufen ständig vor Schaufenstern stehen bleibt, dann muss das nicht unbedingt auf ein großes Interesse an der Auslage zurückzuführen sein", erklärte Gerhard Abendschein, Chefarzt und Facharzt für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie am Kreiskrankenhaus St. Franziskus Saarburg.
"Es kann sich dabei auch um die sogenannte Schaufensterkrankheit', eine arterielle Durchblutungsstörung vor allem der Beine, handeln", sagte der Arzt bei einem Infoabend in der Volkshochschule Saarburg. 25 Besucher lauschten den Ausführungen des Experten über Risikofaktoren, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten einer Krankheit, an der allein in Deutschland rund 4,5 Millionen Menschen leiden.
Bei der Schaufensterkrankheit entstehen durch Ablagerungen Engstellen in den Arterien, die die Durchblutung behindern. Je nach Stärke der Durchblutungsstörung kommt es bei den Betroffenen zu Schmerzen beim Gehen oder Treppensteigen, die beim Stehenbleiben jedoch rasch nachlassen.
Bleibt die Erkrankung unbehandelt, schreitet sie schnell voran. "Blutgerinnsel, die Gefäße verstopfen und zu lebensbedrohlichen Situationen führen, können die Folge sein", erklärt Dr. Abendschein. Durch die Gefäßverschlüsse drohten auch offene Beine, da Verletzungen ohne genügende Durchblutung nicht heilen könnten. Im schlimmsten Falle sogar die Amputation, so der Experte.
Deshalb sei es so wichtig, dass Betroffene bereits bei den ersten Symptomen einen Arzt aufsuchen. Denn: Rechtzeitig erkannt, kann die Schaufensterkrankheit gut behandelt werden.

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