Wenn Klezmer die Seelen öffnet

Bestes Wetter, abwechslungsreiche Musik, ein idealer Veranstaltungsort und relaxte Besucher: Das Pellinger Schanzen Open Air war der Geheimtipp für alle, die bei Musik entspannen wollten.

Pellingen. Wer heute eine neue Veranstaltung etablieren möchte, muss einen langen Atem haben. Zum zweiten Mal hatten Julia Reidenbach, Stefan Weis und Tanja Silcher zum Pellinger Schanzen Open Air hinter dem Sportplatz eingeladen. Ein Veranstaltungsort, der ein Zufluchtsort für alle die hätte sein müssen, die der Glut des Tages entfliehen wollten. Schatten und leichter Wind sorgten für angenehme Temperaturen. Dennoch waren es trotz Werbemaßnahmen nur wenig mehr als 100 Menschen, die relaxt auf Bänken oder Sitzmatten der Musik von vier Bands und einem Chor lauschten. Ortsbürgermeister Horst Hoffmann sah es von der positiven Seite: "Im vergangenen Jahr war es extrem kalt, da kamen nur etwa 50 Menschen. In diesem Jahr ist es sehr heiß, trotzdem hat sich die Zahl der Besucher verdoppelt." Für Hoffmann steht fest: "Die Entwicklung geht steil nach oben." Wohin man auch sah: zufriedene und entspannte Gesichter. Doch verträgt ein Ort wie Pellingen zwei Festivals? Für die Organisatoren kein Problem. Sie wollen mit ihrer Veranstaltung nicht in Konkurrenz zum Pellinger Herrgottsrock treten. "Bei der Auswahl der Bands haben wir auf ein breites Genre-Spektrum geachtet, damit möglichst jeder auf seine Kosten kommt", erläutert Mitorganisatorin Tanja Silcher. Was gelungen ist. Egal, ob man als Anhänger der Chormusik gekommen ist oder auf kubanische Klänge steht, sich über jazzige Klänge freut oder lieber dem Klezmer seine Seele öffnet - es war ein Wohlfühl-Potpourri. Hoffmann freut sich über die neue Attraktion im Ort: "Das macht einfach Spaß, dabei zu sein und den verschiedenen Musikern lauschen zu können. Den Menschen hier gefällt es." flo