Wenn Konz zum Rock-Zentrum wird

Es war ein Ereignis, das mehrere Hundert junge und alte Fans der Gitarrenmusik in der Saar-Mosel-Halle friedlich vereinte: Am Samstag hat die Queen-Coverband "The Queen Kings" beim Konzer Rock-Festival den Saal zum Beben gebracht. Aber auch andere Bands überzeugten die Fans.

Konz. In Nebel gehüllt und mit zahlreichen Scheinwerfern angestrahlt betraten sie die Bühne - ganz so, wie es sich eben für eine Queen-Coverband gehört. Das darauf folgende Konzert gab dieser theatralischen Ankündigung Recht: Am Samstag haben die "Queen Kings" beim Konzer Rock-Festival der Stadt Konz und des Motorradclubs Stormriders den gesamten Saal für sich begeistert.

Auch Nachwuchsbands geben alles



Zwei Stunden lang gaben die Musiker um Sänger Mirko Bäumer ihr Bestes und zeigten, dass sie sowohl musikalisch als auch mit ihrer Performance locker neben Freddie Mercury, Brian May und Konsorten bestehen könnten. Bäumer bewies bis zuletzt, dass er mit Stimmumfang, Technik und Kraft sehr nah an sein Idol heranreicht. In mehreren Soli demonstrierten aber auch die anderen Musiker die Beherrschung ihres Instruments mehr als eindrucksvoll.

Kein Wunder: Die Band gehört zu den bekanntesten Queen-Coverbands Europas. Gitarrist Frank Rohles und Bassist Rolf Sander spielten beim "We will rock you" - Musical in Köln mit, der Rest der Band war jahrelang unter dem Namen "Mayqueen" bekannt. Mit diesem Hintergrund, ihrem Können und nicht zuletzt ihren Entertainment-Qualitäten hatte die Band leichtes Spiel: Das Publikum jubelte bei "We are the Champions", tanzte zu "You don't fool me" und schunkelte bei "Somebody to love" hingerissen mit.

Aber auch die Nachwuchs-Bands wussten ihr Publikum zu begeistern. "Project 54" aus Trier zeigten kernigen Rock und Punk, den sie mit gut gelaunten Sprüchen und einem einwandfreien Auftritt zur Freude der vor allem jüngeren Zuschauer garnierten. Sie spielten hauptsächlich eigene Stücke, bevorzugt aus ihrem neuen Album "Confessions". Was da an soliden, ehrlichen Rock-Punk-Potenzial schlummert, hat Hit-Potential.

Die Band "Since 06" aus Tawern brachte ein bunt gemischtes Repertoire auf die Bühne: Die siebenköpfige Band spielte Blues, Hardrock aber auch Pop-Stücke und war damit ein idealer Anheizer. Auch die Band "Phoenixx" beeindruckte mit neuem Sänger Stefan Kettern und Songs von U2, Bon Jovi oder Lenny Kravitz. Die Zuschauer waren begeistert: "Die Musik ist cool, es ist ganz toll hier", sagt Tamara Eschweiler aus Konz. Christoph Biewer, aus Konz, gibt ihr Recht. "Mir gefällt aber auch der Aufbau und die Dekoration - das ganze Drumherum ist super."