Wer kommt nach Manns?

Spruchreif ist es zwar noch nicht, aber es besteht kaum ein Zweifel, dass Winfried Manns, Konzer Stadtbürgermeister und Bürgermeister der Verbandsgemeinde, am Montag zum Geschäftsführer des rheinland-pfälzischen Gemeinde- und Städtebundes gewählt werden wird. Doch wie geht es dann in Konz weiter?

Konz. "Am Montagabend wird es wohl feststehen", spricht Franz Görtz, FDP-Fraktionsvorsitzender im Konzer Verbandsgemeinderat, das aus, was viele seiner Kollegen denken, aber noch nicht sagen: Stadtbürgermeister und Bürgermeister der Verbandsgemeinde (VG) Winfried Manns wird voraussichtlich am Montag, 21. Januar, zum Geschäftsführer des rheinland-pfälzischen Gemeinde- und Städtebundes gewählt werden. Läuft alles nach Plan, übernimmt Manns zum 1. Oktober den Posten in Mainz. Nicht nur für ihn, auch für Konz würde sich einiges ändern: Ein neuer Bürgermeister der VG müsste gewählt werden, da sich diese hauptamtliche Position nicht vereinbaren ließe mit dem hauptberuflichen Geschäftsführer-Posten. Theoretisch könnte Manns allerdings Stadtbürgermeister - ein Ehrenamt - bleiben. Offiziell geäußert hat sich Manns zu seinen Plänen nach der Wahl nicht. Zwei Szenarien sind denkbar, sollte der CDU-Mann zum Gemeindebund wechseln:Winfried Manns gibt beide Posten ab. Die zentrale Frage: Gibt es in Konz weiterhin nur eine Person, die Stadt- und Verbandsgemeinde-Chef ist? Hermann-Josef Momper, FWG-Fraktionsvorsitzender (Stadtrat), würde dies angesichts der starken Belastungen, die auf den ehrenamtlichen Stadtbürgermeister zukommen, begrüßen. Auch CDU-Sprecher Wulf Zschauer (Stadtrat) betont: "Eine Personal-Union ist einfach die effizientere Variante." Keine konkreten Namen für die Nachfolge

Konkrete Namen für die Nachfolge von Manns verraten die Sprecher der Fraktionen des Stadt- und VG-Rats allerdings kaum. "Die Frage nach einem Nachfolger ist verfrüht", äußert sich CDU-Sprecher Friedhelm Schücker (VG-Rat). Bislang der einzig gehandelte Kandidat: der derzeitige Erste Beigeordnete im VG-Rat, Karl-Heinz Frieden (CDU). Dieser hält eine Diskussion über die Nachfolge Manns ebenfalls für verfrüht, räumt aber gleichzeitig ein: "Es gibt sicher Leute, die es komisch fänden, wenn ich in meiner jetzigen Position für eine Kandidatur nicht zur Verfügung stünde." Um allerdings nicht nur als Bürgermeister der VG, sondern auch als Stadt-Chef gewählt zu werden, müsste Frieden seinen Hauptwohnsitz von Nittel nach Konz verlegen. Auch die anderen Fraktionen beschäftigen sich intern mit der Nachfolger-Frage: "Ich gehe davon aus, dass die SPD zumindest im VG-Rat einen eigenen Kandidaten aufstellt", sagt SPD-Sprecher Alfons Maximini (Stadtrat). Parteikollege Lothar Rommelfanger (VG-Rat): "Die SPD wird jemanden ins Rennen schicken." Winfried Manns bleibt Stadtbürgermeister.Der Vorteil: Da ohnehin im nächsten Jahr in Konz ein neuer Stadtbürgermeister gewählt werden muss, könnte Manns zumindest bis dahin das Ehrenamt fortführen.So oder so - es steht wohl ein politischer Wechsel in Konz an. Dem sehen die Fraktionssprecher unterschiedlich entgegen. "Ich erhoffe mir ganz stark eine Veränderung im politischen Umgang", betont Sabine Quijano, Grünen-Fraktionssprecherin (VG-Rat). SPD-Mann Maximini wünscht sich ein "kollegialeres Miteinander" zwischen der VG und den Ortsgemeinden.

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