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Wer zu seinem Wochenendhaus will, muss zahlen

Wer zu seinem Wochenendhaus will, muss zahlen

Der Oberbilliger Rat beschließt ein Gebühr für die Benutzung des Wegs zur Siedlung. Der Fähranleger erhält eine Ladestation.

Oberbillig (doth) Die Benutzung von Straßen ist nicht kostenlos. Autofahrer zahlen dafür Kfz-Steuer. Bei Wirtschaftswegen ist die Instandhaltung in Oberbillig durch die Einnahmen aus der Jagdpacht abgedeckt. Ausgenommen ist jedoch die Zufahrt zur Wochenendhaussiedlung hoch über dem Ort. "Hier kommt aus unserer Satzung die Bestimmung der Benutzung zu anderen Zwecken zum Tragen", erklärte Ortsbürgermeister Andreas Beiling im Gemeinderat.
Die Jagdgenossenschaft soll nicht länger alleine für die Instandhaltung der zweieinhalb Kilometer langen Erschließung der Siedlung durch den Koterter Weg aufkommen müssen. Deshalb wird mit den Grundstückseigentümern der Siedlung ein sogenannter Wegemitbenutzungsvertrag abgeschlossen und künftig ein jährliches Benutzungsentgelt von 240 Euro erhoben. Betroffen sind 15 Siedler.
"An diesem Weg gibt es mittlerweile Sanierungsbedarf", so Beiling weiter. Durch die Verkehrssicherungspflicht sei die Gemeinde gehalten, beispielsweise abgesackte Fahrbahnränder instandzusetzen. Dazu sollen die rund 3600 Euro an jährlichen Einnahmen beitragen.
Oberbillig will im Zuge der Indienststellung der neuen, elektrisch betriebenen Fähre auch Fahrer von Elektroautos und E-Bikes an der sauberen Technik teilhaben lassen. Da ohnehin eine große Ladestation für das neue Schiff installiert werden muss, kommen zwei weitere Ladesäulen für Autos und die Akkus von Fahrrädern am Fähranleger im Herbst hinzu. Von der RWE-Tochter Innogy subventioniert, kostet die Ladesäule für Autos nur noch 2000 Euro, für die Fahrrad-Akku-Aufladung investiert Oberbillig 1500 Euro.
"Die Autofahrer haben ja entweder Kreditkarten oder zahlen per Handy. Den Strom für die Fahrräder übernimmt die Ortsgemeinde", so Beiling. Auch am luxemburgischen Moselufer wird es eine Ladesäule geben. Die Wartung der beiden Stationen lässt sich die Gemeinde 900 Euro im Jahr kosten. Andreas Beiling regt an, gemeinsam mit Wasserbillig ein grenzüberschreitendes Konzept für E-Mobilität zu entwickeln.