Wetter durchwachsen, Stimmung prima

Schweich · Was für ein verrücktes Fest! Sonne und Regen wechselten sich am Wochenende auf der Römischen Weinstraße ab. Aber wenn\'s drauf ankam, hatte Petrus ein Einsehen - etwa bei der Eröffnung am Freitagabend, an den Weinständen am Samstagabend und beim verkaufsoffenen Sonntag.

 Die neue Weinkönigin Nina Thielen (Mitte) und ihre Prinzessinnen Alina Scholtes (links) und Lorena Steinmetz genießen das Fest der römischen Weinstraße in Schweich. TV-Foto: Friedemann Vetter

Die neue Weinkönigin Nina Thielen (Mitte) und ihre Prinzessinnen Alina Scholtes (links) und Lorena Steinmetz genießen das Fest der römischen Weinstraße in Schweich. TV-Foto: Friedemann Vetter

Schweich. "Wenn es spritzt, dann ist es viel interessanter." Vielleicht hätte Landtagsabgeordneter Arnold Schmitt diesen Satz beim Fassanstich am Freitagabend besser nicht gesagt. Als Schirmherr wollte er damit freilich scherzhaft einem Fauxpas beim Einschlagen des Zapfhahns vorbeugen, aber gespritzt hat es danach häufiger an der Römischen Weinstraße: Erst beim Anstechen des Weinfasses und später dann auch aus den vielen dunklen Wolken über Schweich. Doch die Festtagsstimmung entscheidend trüben konnten die vielen Schauern nicht.
Krönchen bleiben trocken



Bei der Krönung der neuen Weinkönigin Nina I. (Longuich-Kirsch) und ihrer Prinzessinnen Lorena und Alina blieben jedenfalls die Krönchen der rund ein Dutzend anwesenden Weinhoheiten von der Mosel und aus Luxemburg trocken. Einige Tränen flossen allerdings bei Michaela II. (Riol) mit ihren Prinzessinnen Katharina und Martina, die im vergangenen Jahr die Römische Weinstraße vertreten haben. "Ihr habt einen fantastischen Job gemacht", lobte Bürgermeisterin und Spätlese-Fan Christiane Horsch. Es sei ein unbeschreibliches Jahr gewesen, meinte Michaela, und dankte ihren Prinzessinnen: "Unser Team war unschlagbar, wir hatten viel Spaß."
Moderatorin Alexandra Thul fand tröstende Worte für Michaela: "Jetzt bist du ohne Krone, aber Königin wirst du immer bleiben."
Weinkönigin Nina versprach unterdessen, eine würdige Nachfolgerin zu sein und ihr Bestes zu geben, um für den "fantastischen Wein der Römischen Weinstraße" zu werben.
Als nach etwa anderthalb Stunden die offizielle Eröffnung beendet war, setzte zwar wieder der Regen ein, aber das störte die Gäste wenig. Sie zogen sich an die Stände zurück, aßen einen Happen, genossen die edlen Tropfen der Winzer aus der Verbandsgemeinde Schweich und lauschten den Klängen der Bands auf den beiden Bühnen am Rathaus oder an der Kirche.
Zu den Festbesuchern am Samstag und Sonntag gehörten auch zwei Paare aus Prüm in der Eifel, die mit ihrem Wohnmobil auf dem Mehringer Campingplatz Station machten. "Wir kommen regelmäßig an die Mosel und genießen den Wein und das Fest", sagt Walter Dahm, während er am Sonntag an einem Stand mit Haushaltswaren Schutz vor dem Regen sucht. Nur die Händler tun ihm Leid: "Die bauen hier so viel auf und dann regnet es."
Vielleicht klappt es ja am heutigen Montag besser. Von 9 bis 18 Uhr sind die Schweicher Markttage. alf

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