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wie die Kreisverwaltung trier-Saarburg während der Corona-Krise arbeitet

Verwaltung : Keine neuen Führerscheine wegen Virus

Die Trier-Saarburger Kreisverwaltung funktioniert dank Home-Office-Arbeitsplätzen und Schutzscheiben auch während der Covid-19-Pandemie. Mit einigen Dienstleistungen kann sie zurzeit jedoch nicht dienen.

Das Kreishaus am Willy-Brandt-Platz in Trier ist leerer als sonst. Keine Gremiensitzungen, keine Konferenzen und fast kein Publikumsverkehr – das alles geht mit den Einschränkungen zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie einher. Die Kreisverwaltung habe ihre Arbeit der veränderten Situation angepasst, um ihre Aufgaben für die Bürgerinnen und Bürger des Landkreises weiter erfüllen zu können, erklärt Pressesprecher Thomas Müller.

In den vergangenen Wochen wurden demnach rund 130 Home-Office-Plätze neu geschaffen. Rund die Hälfte der Bürokräfte können seither von zu Hause arbeiten. Die schnelle Einrichtung sei möglich, da fast alle Daten zentral auf einem Terminalserver gespeichert würden, heißt es in einer Pressemitteilung der Kreisverwaltung. Für die Heimarbeit hätte keine zusätzliche Hardware wie beispielsweise Laptops angeschafft werden müssen.

In den Abteilungen wurden darüber hinaus jeweils mehrere Teams gebildet, die räumlich und zeitlich voneinander getrennt arbeiten. „Um dies zu ermöglichen, wurden die Arbeitszeiten flexibilisiert und die Kernzeit ausgesetzt“, sagt Müller.

Das oberste Ziel dieser Umstellungen sei, die Funktionsfähigkeit wichtiger Bereiche sicherzustellen. Eine zentrale Abteilung ist beispielsweise die Kreiskasse, die die Zahlungsfähigkeit der Verwaltung aufrechterhält. So können weiterhin Leistungen wie das Wohngeld oder andere Sozial- und Jugendhilfeleistungen ausgezahlt werden.

Auch Telefonkonferenzen gehören laut der Pressemitteilung zum Alltag in der Kreisverwaltung. Intern sollen so persönliche Kontakte reduziert werden.

Laut Müller sind das Gesundheitsamt sowie das Ordnungsamt in der Corona-Krise besonders stark beansprucht. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anderer Abteilungen sowie Auszubildende helfen dort aus. Landrat Günther Schartz hob das große Engagement der Belegschaft hervor: „Ich freue mich sehr, dass in dieser schwierigen Situation alle gemeinsam anpacken. Es gibt viele Umstellungen in unserem Haus, die aber von allen Beteiligten gut umgesetzt werden,“ sagt Schartz.

Bedingt durch die Einschränkungen fallen zurzeit jedoch auch einige Aufgaben der Verwaltung weg oder können nicht bearbeitet werden. „Beispielsweise werden durch die Schließungen von Fahrschulen und die fehlende Abnahme von Fahrprüfungen momentan keine Führerscheine ausgestellt“, heißt es in der Pressemitteilung. Außerdem mussten Veranstaltungen und Außendiensttermine weitgehend abgesagt oder auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Nur das Jugendamt – insbesondere der Gefährdungsdienst – halte weiterhin persönlichen Kontakt mit den betroffenen Familien.

Die Kreisgebäude am Willy-Brandt-Platz, in der Metternich- und der Karl-Benz-Straße sowie das Gesundheitsamt in der Paulinstraße sind inzwischen seit vier Wochen für den Publikumsverkehr gesperrt. „Zum Schutz der Kunden sowie der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter war dieser Schritt notwendig“, begründet die Verwaltung diesen Schritt. Dringende Anliegen könnten jedoch weiterhin mit einem vorab vereinbarten Termin persönlich besprochen werden.

Die Kontaktdaten der zuständigen Ansprechpartner finden sich im Internet unter www.trier-saarburg.de