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Wie kommen die Geschichten in die Zeitung?

Wie kommen die Geschichten in die Zeitung?

KANZEM. Beim Ortsgespräch des Trierischen Volksfreunds am Montagabend in Kanzem interessierten sich die Besucher vor allem für Hintergrundinformationen. Über die Arbeitsweise der Redaktion und die Auswahl von Geschichten wollten sie Näheres wissen. Kontrovers diskutiert wurde die Schließung der Bankfiliale und die Verkehrsberuhigung der Hauptstraße.

"Wer entscheidet, welche Themen in welcher Ausgabe des Trierischen Volksfreunds erscheinen?" Dies war eine der zentralen Fragen des Abends in der Alten Schule in Kanzem. Es gebe Wochen- und tägliche Konferenzen, in denen möglichst zielgenau die Themen geplant würden. "Darüber hinaus sprechen sich die Kollegen untereinander ab", erklärte Redakteurin Susanne Windfuhr.Aktuell und abwechslungsreich

"Wir möchten unseren Lesern eine interessante Themenmischung bieten. Dabei kann es sein, dass etwa in der Konzer Ausgabe auch mal von der Mosel berichtet wird, wenn es beispielsweise um eine spannende Veranstaltung geht." Man versuche, diese Gratwanderung zwischen der Berichterstattung von "direkt vor der Haustür" und über Ortsgrenzen hinweg optimal zu lösen. Ziel sei, abwechslungsreiche und aktuelle Geschichten für alle Leser im Blatt zu haben. Daher seien Hinweise auf potenzielle Themen, aber auch auf Termine und Veranstaltungen jederzeit willkommen. Am liebsten per E-Mail und möglichst frühzeitig. Auch Leserbriefe würden in der Regel abgedruckt, wenn sie nicht Beleidigungen enthalten und der vollständige Name und die Adresse angegeben sind. Kritik gab es für Artikel, die das gleiche Thema mehrfach in einer Ausgabe aufgreifen. So bestehe das Gefühl, dass das Aufmacher-Thema auf der ersten Seite häufig im gleichen Wortlaut auf folgenden Seiten wiederholt wird. "Das ist unnötig und wird beim zweiten Mal nicht gelesen", waren sich die Teilnehmer einig. Positiv wurde angemerkt, "dass sich der sprachliche Stil verbessert hat und die verkrampften Wortspiele in den Überschriften weniger geworden sind". Ortspolitische Themen, die den Kanzemern am Herzen liegen, sind die Schließung der Filialen im Ort - etwa die der Volksbank. Sorge bereitete die Frage, ob auch die Post-Filiale geschlossen wird.Dorfkultur nicht zerstören

"Wir müssen an die Moral und Ethik der Unternehmer appellieren, die aufpassen sollten, die Dorfkultur nicht zu zerstören", sagte Ortsbürgermeister Günter Frentzen. "Da kann eine ausführliche Berichterstattung viel ausrichten." Kontrovers wurde über die Verkehrsberuhigung in Durchgangsstraßen diskutiert. Weitere Themenwünsche: eine Foto-Serie mit "Dreck-Ecken" in der Region und ein Bericht über die Wassermess-Station in Kanzem. Lesen Sie morgen in unserer Serie "Trier-Saarburg - ganz nah" einen Bericht über den Projekttag der Unesco-Schulen in Konz.