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Wie sonst noch für Saarburg und die Region geworben wird

Marketing : Wie für Saarburg und die Region geworben wird

Auf der Suche nach anderen Mitbringseln und Werbeträgern für die Region hat sich der TV in Saarburg umgesehen. In der Tourist-Information gibt es neben Sekt und Wein eine Saar-Riesling-Seife und ein schon etwas älteres Memory-Spiel mit Bildern der Region zu kaufen.

Aus einem Zwei-Euro-Stück können sich Interessierte eine Münze mit dem Wasserfall prägen lassen. Schlüsselanhänger und eine Stofftasche tragen den Namen der Stadt.

Zum nicht gerade innovativen Sortiment sagt Stefanie Koch, Geschäftsleiterin der Saar-Obermosel-Touristik: „Ein Marketing für die ganze Region Saar/Obermosel ist schwierig. Es gibt da nichts Durchgängiges. Wofür sollte das stehen?“ Bei der Saar-Obermosel-Touristik stünden die Produkte der Region im Vordergrund, also beispielsweise Wein, Likör, Schnaps, Käse oder Marmelade vom Hofgut Serrig.

Weiter geht’s zum Regionalladen in der Graf-Siegfried-Straße. Dort werden T-Shirts aus Bio-Baumwolle und fairem Handel sowie Tassen der Winzervereinigung Saarkind angeboten mit dezentem Logo: zwei Zackenlinien, darunter steht Saarkind. Janine Russo, Betreiberin des Regionalladens, sagt: „Das ist ein schönes Motiv, und die Sachen laufen ganz gut. Sie sind alltagstauglich.“

Vanessa Weber-Mischke von Saarkind sagt generell zur Nachfrage nach den Produkten der Gruppe: „Der Verkauf läuft sehr gut. Bei unserem Klang- und Glanz-Festival sind uns die T-Shirts aus den Händen gerissen worden.“ Das habe die Gruppe überrascht. Auch dass die Nachfrage sich nicht auf die 20- bis 40-Jährigen beschränke, sondern sich Menschen über 50 dafür interessierten, sei eine Überraschung gewesen. Derzeit würden die Verkaufsstellen erweitert, auch Richtung Saarland. Doch Weber-Mischke betont: „Uns geht es nicht in erster Linie um die Verkaufszahlen, sondern darum, die Region kreativ und nachhaltig neu zu gestalten.“ Dazu gehörten auch die Veranstaltungen von Saarkind.

Im Regionalladen hat Russo zudem Gästetücher, Kissenbezüge und Tischsets im Angebot, auf die der Schriftzug Saarburg mit einem Motiv, beispielsweise einer Krone, gestickt ist. Auch ein Plüsch-Stier, auf dessen Bauch „I love Saarburg“ steht, gehört dazu. Russo erklärt: „Diese Sachen lasse ich von einer Frau mit einer Maschine besticken. Das ist eher etwas für Touristen.“

Wenige Meter weiter im Geschenke- und Tee-Laden von Rita Wollscheid-Schmitz gibt es hochwertige Weingläser von Ritzenhoff mit einer bunten, leicht abstrakten Ansicht von Saarburg am Fluss. Wollscheid-Schmitz sagt: „Das ist weniger etwas für Touristen. Die Gläser kaufen eher Saarburger, die wegfahren und etwas mitbringen möchten.“ Auch zu Goldenen Hochzeiten würden sie verschenkt.

Eine etwas niedlichere Ansicht von Saarburg findet sich auf Tassen, Brotbrettchen und Bonbondosen, die die Geschäftsfrau in Auftrag geben hat. „Das sind Sachen, die eher beim Schüleraustausch mitgenommen werden“, sagt sie.

Nahe beim Wasserfall gibt es in zwei Läden auch Souvenirs, wie sie wohl schon seit Jahrzehnten verkauft werden: Fingerhüte, Sparschweine, Tassen, Teller, Schnapsgläser und sogar Bierseidel mit einer gemalten Ansicht von Saarburg.