1. Region
  2. Konz, Saarburg & Hochwald

Wiederentdeckte Zeugnisse des Krieges

Wiederentdeckte Zeugnisse des Krieges

Die Bunkeranlage in der Konzer Granastraße kann noch diese Woche besucht werden, dann geht es erst einmal in die Winterpause. 10,2 Tonnen Schutt haben die Helfer aus der Anlage entfernt, die Renovierung ist noch nicht abgeschlossen.

Konz. Der Winter steht vor der Tür, und das Westwallmuseum Konz öffnet am 27. November zum letzten Mal für dieses Jahr seine Panzertüren. Die Winterpause endet am 5. März kommenden Jahres.
Die Bunkeranlage in der Konzer Granastraße gehört zu der sogenannten Siegfriedlinie, besser bekannt als Westwall. Der Westwall wurde im Jahre 1935 von Adolf Hitler in Auftrag gegeben und diente als Gegenstück zur französischen Maginot Linie.
Der Westwall begann an der Schweizer Grenze und zog sich über 630 Kilometer entlang von Rhein, Saar, Mosel über die Eifel bis an die belgisch-niederländische Grenze. Insgesamt wurden über 18 000 Bunker, Stollen und Verteidigungsanlagen gebaut.
In den 1950er und Anfang der 60er Jahre wurde die Anlage von den Anwohnern als Holzlager für die damals gebräuchlichen Holzöfen verwendet. Im Juni 2014 konnten die Aufräumarbeiten im Inneren des Bunkers beginnen, am 12. Juli 2014 wurde der letzte Eimer mit Dreck aus der Anlage getragen. 420 Kilo Müll, 1100 Kilo belastetes Holz, 2300 Kilo Eisen und Stahl und 10,2 Tonnen Schutt haben die Helfer aus der Anlage entfernt. Seit 2014 wird die Anlage nun restauriert und kann schon teilweise besichtigt werden. red
Ab März hat das Westwallmuseum Konz (Granastraße 25) wieder jeden zweiten und vierten Sonntag im Monat von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Weitere Infos unter <%LINK auto="true" href="http://www.westwallmuseum-konz.de" text="www.westwallmuseum-konz.de" class="more"%>