Wille zur Zusammenarbeit ist da
Im seit Wochen stark belasteten Verhältnis zwischen Stadt und Hochwald-Gewerbeverband (HGV) deutet sich eine Klimaverbesserung an: "Wir sind davon überzeugt, dass die Zusammenarbeit mit Willi Auler funktionieren wird!" Diesen Eindruck hat der HGV-Vorstand nach einem Gespräch mit dem als Streitschlichter eingesetzten Beigeordneten gewonnen.
Hermeskeil. (ax) "Die Vergangenheit müssen wir jetzt abhaken und gemeinsam nach vorne schauen." Diese Devise geben im TV-Gespräch Angelika Kohlhaas und Renate Keßler vom HGV-Vorstand aus. Nach dem wochenlangen Streit um die Bezahlung von Jutta Straubingers Stadtmarketingstelle und deren Kündigung war die Stadt am Freitag mit folgendem Vorschlag an die Öffentlichkeit getreten: Der erste Beigeordnete Willi Auler (CDU) soll sich als Chef eines eigenen Geschäftsbereichs um die Themen "Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing" kümmern und dabei als Bindeglied zu den heimischen Gewerbetreibenden fungieren (der TV berichtete).
Willi Auler als Bindeglied zu Gewerbetreibenden
Am Montag hat Auler - obwohl formal noch nicht in der neuen Position installiert - erstmals das Gespräch mit der HGV-Vorsitzenden Kohlhaas gesucht. Ihr Eindruck danach: "Ich bin sehr positiv gestimmt, dass er uns unterstützen wird und wir gut mit ihm zusammenarbeiten können".
Ein erstes handfestes Ergebnis ist für Kohlhaas, dass es wohlauch 2009 einen Weihnachtsmarkt in Hermeskeil geben wird. Auler habe zugesagt, dass er die Organisation - etwa das Anschreiben der Standbetreiber oder den Aufbau der Hütten - in die Hand nehmen will.
"Wir wollen ihn dabei unterstützen und uns beispielsweise um die Werbung kümmern", sagt Kohlhaas. Für die Zukunft sei es aus HGV-Sicht weiterhin wünschenswert, "dass sich jemand professionell um das Stadtmarketing kümmert. Bei dieser Suche will der HGV aber Lehren aus der Vergangenheit ziehen. Bereits im Vorfeld soll mit der Stadt klar besprochen werden, welche Vorstellungen und welches Anforderungsprofil die Kommune an einen möglichen Bewerber stellen würde. "Wichtig ist, dass es klare Vorgaben gibt, an denen sich beide Seiten orientieren können", so Kohlhaas.