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Wiltingen geht in letzte Phase der Straßensanierung

Dorfentwicklung : Millionen für zwei Straßen – Wiltingen will die Generalsanierung seiner Straßen abschließen

Wiltingen will sein Ausbauprogramm bis 2024 abschließen, weiteren Baugrund anbieten und die Kita sanieren. Zunächst stehen jedoch Planungen an und die Windkraft soll kommen.

Rund 2,7 Millionen Euro will die Ortsgemeinde Wiltingen bis 2025 investieren. Das hat der Ortsgemeinderat einstimmig beschlossen. Dickster Brocken dabei sind der Ausbau der beiden letzten Ortsstraßen, Am Gongler und Rosenbergstraße, mit Planungskosten von 245.000 Euro in diesem Jahr und Ausbaukosten von 1,475 Millionen Euro in 2023.

„Dann sind wir mit allen Straßen durch“, sagt Ortsbürgermeister Christoph Schmitz. Entscheidend für die Anlieger sei dabei, wie schnell es mit den Planungen vorangeht, denn: „Ab 2024 will die Landesregierung die flächendeckende Einführung der Wiederkehrenden Ausbaubeiträge.“ Die Frage, ob alle Wiltinger Grundstücksbesitzer für den Ausbau zahlen oder nur die Anlieger, kann also jetzt noch nicht beantwortet werden. Die Planung bekommen die Betroffenen jedoch rechtzeitig vorgestellt.

Wiltingen investiert auch in Baugebiet und Kita

Für mehr Baugrund soll mit der Erschließung des Baugebietes Auf dem Boenert/Hinter den Gärten gesorgt werden. Da läuft bereits der Grunderwerb, der im nächsten Jahr mit 200.000 Euro seinen Höchstwert erreicht und mit der Planung für 50.000 Euro begonnen werden kann.

Mit der Übernahme des Kita- Gebäudes fallen Sanierungen im Inneren an, die rund 170.000 Euro kosten werden. Seit neun Monaten wartet die Ortsgemeinde auf die Stellungnahme der Bahn in Sachen Zuwegung für einen Park-and-Ride-Parkplatz am Bahnhof. „Hier geht es um einen Fußweg von 40 Meter Länge“, erklärt Ortschef Schmitz. Der Weg muss so angelegt sein, dass der Behindertenparkplatz am nächsten zum Bahnsteig liegt. Für diesen Weg mit wassergebundener Decke sind 35.000 Euro eingeplant.  

Die Windkraft soll in Wiltingen Einzug halten. Hier verhandelt die Ortsgemeinde mit dem Projektierer Gaia mbH aus Lambsheim, der sich nach der Schöpfergöttin aus der griechischen Mythologie benannt hat.

Auf grünes Licht wartet Wiltingen außerdem von der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord für die Umsetzung der Planung gegen Hochwasser nach Starkregen. „Die Planung des Büros Hömme & Partner ist fertig“, sagt Schmitz. Der Rat wolle sich damit befassen, sobald diese genehmigt ist.

Warum es im Wiltinger Wald keine Fichten mehr gibt

Ein dickes Plus verzeichnet der Forstwirtschaftsplan, allerdings auch mit einem dicken Wermutstropfen. Ein Gewinn von 5867 Euro war geplant. Heraus kamen 80.972 Euro, rund 75.000 Euro mehr als erwartet. Auf den 600 Hektar Wiltinger Wald gab es vor Jahresfrist noch 17 Prozent Fichten. Diese Nadelbäume sind die Lieblinge des Borkenkäfers. „Die sind jetzt weg und die Fläche wird wieder mit anderen Baumarten aufgeforstet“, erklärt Schmitz.

Von der Landesregierung gab es einen Zuschuss von 100 Euro pro Hektar. Gleichzeitig stiegen die Holzpreise von 30 auf 90 Euro pro Festmeter. Geplant für das laufende Forstjahr ist ein Gewinn von 1244 Euro. „Das Ergebnis ist noch offen, denn die Preisentwicklung ist weiterhin nicht absehbar“, sagt Schmitz zu diesem Betrag. Wichtig ist, dass die Nachhaltigkeit weiter gewährleistet ist.

Auch Buchen fielen der Trockenheit zum Opfer und drohten umzustürzen. Die alten Bäume mussten wegen der Verkehrssicherungspflicht der Ortsgemeinde gefällt werden. Die dicken Stämme sind für Selbstwerber als Brennholz schwer zu verarbeiten. Deshalb gibt sie der Ortsgemeinderat für nur 40 Euro an die Käufer ab.