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Wiltinger Haltepunkt wird erst ab 2016 saniert

Wiltinger Haltepunkt wird erst ab 2016 saniert

Der Gemeinderat Wiltingen hat mit dem Architekten Ulrich Ritter Änderungen am geplanten Bahnhaltepunkt Wiltingen diskutiert. Klar ist bisher, dass das dritte Gleis erhalten bleibt und deshalb manche Details neu bedacht werden müssen.

Wiltingen. Ulrich Ritter vom Darmstädter Architekturbüro SAM ist von der Deutschen Bahn AG und dem Gemeinderat Wiltingen beauftragt, die Pläne für den neuen Haltepunkt Wiltingen zu erstellen. Auf der jüngsten Sitzung des Wiltinger Gemeinderats sprach er mit den Politikern über notwendige Änderungen der bisherigen Planungen. Aufgrund der Gespräche, die Ritter mit der Bahn geführt hat, sei klar, dass das dritte Gleis und das Stellwerk erhalten bleiben. "Die Bahn will auf dieses Gleis nicht verzichten und im Stellwerk ist die für den Abschnitt Wiltingen-Konz nötige Bahntechnik untergebracht", erklärt Ritter.
Bahnsteig wird verlegt


Das hat Konsequenzen für die bisherige Planung des neuen Haltepunkts: Der östliche Bahnsteig muss einige Meter nach Norden verlegt werden; Stellplätze auf dem Gelände des Stellwerks lassen sich nicht länger realisieren. Und ob das Areal der ehemaligen Lagerhalle beansprucht werden kann, ist bisher noch ungeklärt.
Ortsbürgermeister Lothar Rommelfanger hat angekündigt, mit dem Grundstückseigentümer darüber zu verhandeln, ob die Gemeinde das Gelände kaufen kann. Grundstücke muss die Gemeinde auch erwerben, um den geplanten Fußweg vom Ortskern zum Haltepunkt bauen zu können. Weitere Flächenankäufe sind nötig, um das Umfeld des Haltepunkts zu gestalten. Hierzu werden Verhandlungen mit der Bahn geführt. Für den Behinderten-Parkplatz stehen hingegen schon gemeindeeigene Flächen zur Verfügung. Der soll auf einem Grundstück der Gemeinde an der Klosterbergstraße entstehen. Die beiden 55 Zentimeter hohen Bahnsteige werden über einen Fußweg und Rampen barrierefrei erschlossen.
Nach der bisherigen Planung liegen die Kosten für den neuen Bahnhaltepunkt bei knapp drei Millionen Euro. "Wie die sich aufgrund der geänderten Planung verändern, kann ich momentan noch nicht sagen", sagt Ritter in der Ratssitzung. Klar sei, dass die Bahn die Baukosten für die Bahnsteige und die technischen Anlagen sowie die Baunebenkosten übernimmt. An den Außenanlagen beteiligt sich die Bahn mit 50 Prozent. Den Grunderwerb muss die Gemeinde übernehmen.
Wie die Abbruchkosten für die alten Bahnsteige zwischen den Partnern aufgeteilt werden, muss noch ausgehandelt werden. Die Planungskosten übernehmen Bahn und Gemeinde anteilig. Außer den Plankosten kann die Gemeinde Wiltingen mit Förderzuwendungen in Höhe von 85 Prozent seitens des Landes rechnen.
Ritter ist optimistisch, dass er seine Planung in den kommenden Wochen abschließen kann. Sobald die Partner den Bau- und Finanzierungsvertrag unterschreiben, könnten die Arbeiten innerhalb eines Zeitraums von ein bis zwei Jahren beginnen. "Realistisch ist mit einem Baubeginn im Jahr 2016 zu rechnen", sagt Ritter.
Extra

Der Rat hat in seiner Sitzung außerdem beschlossen, den Dorfplatz zu erneuern. Dafür kalkuliert er zunächst mit Kosten in Höhe von etwa 162 000 Euro. Gefördert würde das Vorhaben vom Land mit 50 Prozent. Ob der Dorfplatz in diesem Umfang erneuert wird, ist noch offen. Im Bauausschuss wollen die Räte die Kosten der Maßnahme noch einmal genau untersuchen. "Uns ist klar, dass wir sparen müssen", sagt Ortsbürgermeister Lothar Rommelfanger. "Aber wir müssen die Sanierung des Platzes endlich angehen. Wir haben die Maßnahme lange genug vor uns hergeschoben." itz