Windkraft heiß diskutiert

Die Teilfortschreibung des Flächennutzungsplanes der Verbandsgemeinde Konz ist jetzt in Tawern vorgestellt worden. Die Ratsmitglieder wollen in einer Fotomontage sehen, wie neue Windräder in der Landschaft aussehen könnten. Die Kosten für die erhöhte Grundschulumlage wollen die Räte genau aufgeschlüsselt haben.

Tawern. Lieber 1000 statt 800 Meter Abstand von der Wohnbebauung zum nächsten Windrad und in einem Bild, in das Windräder hineinkopiert wurden, sehen, wie groß die weißen Riesen in der Landschaft stehen: Das sind die beiden Beschlüsse auf Antrag von CDU-Mann Günther Görgen im Tawerner Ortsgemeinderat, nachdem Verwaltungschef Karl-Heinz Frieden den aktuellen Stand der Konzer Windkraftpläne vorgestellt hatte.
Eine kleine dreieckige Fläche, vielleicht zehn Hektar auf der Gemarkung Fellerich, kommt für diese Pläne derzeit für Tawern infrage. "Die Flächen werden wahrscheinlich noch kleiner, denn noch sind nicht alle Artenschutzfragen geklärt", sagt Frieden. Jeder Fellericher könne sich bei dieser Planung während der Offenlage einbringen.
Christian Bock (SPD) bringt die Flächen von Temmels ins Gespräch, die einmal für einen Golfpark vorgesehen waren. Ortsbürgermeister Thomas Müller findet: "Wir sollten uns mit den Kollegen in Temmels unbedingt zusammensetzen." Auch Frieden findet das nicht abwegig, denn für dieses Areal sind verschiedene Nutzungen, auch Wohnbebauung, möglich. "Anfang nächsten Jahres bekommt der Raumordnungsplan Rechtskraft. Dann müssen wir bei unserem Flächennutzungsplan mit der Windkraft fertig sein", erklärt der Rathauschef, dass die Zeit drängt.
"Windräder könnten auch potenzielle Bauherren vom geplanten Baugebiet Wenigwies in Fellerich abhalten", befürchtet der Ortschef. Hier werden aber erst eine Machbarkeitsstudie und eine Artenschutzuntersuchung vor einer weiteren Entscheidung stehen. "Mit der frühen Beteiligung von Behörden sparen wir eventuell hohe Kosten", erklärt Müller. Auf jeden Fall werde es eine Anliegerversammlung geben.
Da jetzt der Abriss der Turnhalle beschlossene Sache ist, braucht das Sportplatzgebäude eine neue Energieversorgung. Bislang wurden beide Gebäude aus einer Heizungsanlage versorgt. Eine Gasbrennwerttherme für 23 367 Euro für Heizung und Warmwasser für die Sportler wird das Problem lösen. Ferner beschloss der Rat, dem Sportverein einen Zuschuss von 2400 Euro für den Betrieb des kürzlich angeschafften Kleinbusses zu gewähren (der TV berichtete). Auch Bürger können diesen für eine Spende über die Woche nutzen, die dann jeweils vom Zuschuss abgezogen wird.
Während der Zuschuss für den Kindergarten um 90 Euro gesunken ist, kommt es mit 25 650 Euro zu einer fetten Nachzahlung bei der Grundschulumlage für die fünf Grundschulen der Verbandsgemeinde. Die Begründung "höhere Kosten bei der Gebäudeunterhaltung" ist den Räten zu allgemein. "Das liegt am Doppelhaushalt von Tawern", macht Verbandsgemeindebürgermeister Frieden klar. Vor einem Jahr habe man die Kosten noch nicht gekannt.
Der Ortsgemeinderat Tawern hat neue Ausschussmitglieder:
Uwe Gorges (SPD) legt sein Mandat im Bau- und Umweltausschuss nieder. An seine Stelle tritt der bisherige Stellvertreter Josef Steinfeld.
Zu dessen Stellvertreter wählte der Rat Christian Bock. doth