Windkraft: Klare Mehrheit für größere Abstände

Hermeskeil · Die Hermeskeiler wollen, dass die geplanten neuen Windräder im Süden der Stadt mindestens 1400 Meter von Wohnhäusern entfernt aufgestellt werden. Bei der amtlichen Einwohnerbefragung sprachen sich knapp 73 Prozent der abstimmenden Bürger ab 16 Jahre für den Vorschlag aus, der auf die Initiative der Interessengemeinschaft (IG) "Rettet den Hochwald" zurückgeht.

Hermeskeil. 1000 Meter Mindestabstand zu Wohnhäusern sind den meisten Hermeskeilern beim geplanten Bau neuer Windkraftanlagen zu wenig. In einer amtlichen Einwohnerumfrage haben sich die Bürger der Stadt deutlich gegen diesen bisher gültigen Mindestabstand ausgesprochen. Nur 588 Hermeskeiler, das entspricht 25,40 Prozent, haben sich auf ihrem Stimmzettel für diese Variante entschieden. 1688 Einwohner (72,92 Prozent) plädierten hingegen dafür, dass ein flexibler Mindestabstand eingehalten wird, der sich an der zehnfachen Nabenhöhe einer Anlage orientiert. In der Praxis sind das 1400 Meter. 39 Stimmen (1,68 Prozent) waren ungültig. Insgesamt waren 4947 Hermeskeiler zur Stimmabgabe aufgerufen. 2315 Einwohner machten bei der Umfrage mit, was eine Wahlbeteiligung von 46,80 Prozent bedeutet. Die IG Rettet den Hochwald hatte die größeren Distanzen gefordert. Ihr Sprecher, der frühere SPD-Bundestagsabgeordnete Karl Diller, betont: "Das Ergebnis ist sowohl für den Rat der Stadt als auch für den der Verbandsgemeinde ein Ausrufezeichen. Beide sollten das Votum respektieren und daraus ihre Schlussfolgerungen ziehen."
Zwar hat die Einwohnerumfrage keine bindende Wirkung für die späteren Entscheidungen des Stadtrats. Viele Mitglieder dieses Gremiums hatten aber bereits betont, dass sie sich daran halten werden. Der VG-Rat hat zuletzt noch einmal bestätigt, dass er bei der 1000-Meter-Distanz bleiben will. Die IG hatte eine VG-weite Abstimmung gefordert. ax

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