Windräder stehen auf vielen Wunschzetteln

Windräder stehen auf vielen Wunschzetteln

Auf den Rückblick folgt heute die Vorschau auf die Zeit bis Mitte 2014: Der TV hat die Ortsbürgermeister in der Verbandsgemeinde Hermeskeil gefragt, was sie sich in der zweiten Hälfte ihrer Amtzeit vorgenommen haben. Deutlich wird dabei: Bei vielen von ihnen spielt der Wunsch nach Windkraft eine wichtige Rolle.

Hermeskeil. "Welche Ziele wollen Sie bis Mitte 2014 noch erreichen und wo gibt es in Ihrem Ort noch offene Baustellen?" Das wollte der TV von den elf Dorfchefs in der VG Hermeskeil wissen:

Bescheid:
Raimund Olinger sagt: "Für die Zukunft gilt: Das Renovieren alter Bausubstanz geht vor Neubau." Deshalb will die Gemeinde auch weiterhin Privatleuten Zuschüsse bei Sanierungsarbeiten geben. Eine Ausnahme gibt es: Der Bau eines Umkleidegebäudes am Sportplatz ist ein wichtiges Anliegen. "Außerdem setzen wir darauf, dass wir weitere Windräder auf unserer Gemarkung installieren können", so Olinger. Auf Bescheider Boden stehen schon drei Anlagen.

Beuren:
Manfred Köhl und sein Rat haben bisher vergeblich um Windkraft gekämpft. Bis 2014 soll es nun aber mit der "Genehmigung für die Errichtung des lange Jahre geplanten Windparks" klappen. Außerdem soll laut Köhl das Bürgerhaus saniert und dessen Umfeld neu gestaltet werden.

Damflos:
Für Joachim Wellenberg steht beim Blick in die Zukunft die Vermarktung und der Verkauf von Grundstücken im Neubaugebiet an erster Stelle. Das ist bisher nämlich noch nicht gelungen. Außerdem soll ein Funkmast aufgestellt werden, der endlich auch in Damflos einen flächendeckenden Handyempfang garantieren soll.

Geisfeld:
Theo Palm betont: "Das Bürgerhaus ist seit jeher das wichtigste Gebäude, um das wir uns kümmern müssen." Am Dach, an den Fenstern und der Westfassade hat jedoch der Zahn der Zeit genagt. Deshalb sind die auf 200 000 Euro geschätzten Sanierungsarbeiten das wichtigste Projekt bis 2014.

Grimburg:
Franz-Josef Weber stößt ins gleiche Horn wie viele seiner Kollegen: "Wir hoffen darauf, dass wir 2013/2014 Windkraftstandort werden und damit zu Geld kommen" Ansonsten sei vor allem der Ausbau der touristischen Infrastruktur auf der Burg Grimburg ein Thema, "dem wir uns ständig stellen müssen".

Gusenburg:
Franz-Josef Barthen sagt, dass die Erweiterung des Feuerwehrhauses - in dem auch die Gemeinde Räume hat - für das Jahr 2012 "fest im Blick ist". Die Arbeiten, die häuptsächlich von der VG finanziert werden müssen, sind in der Vergangenheit schon zwei Mal dem Rotstift der Kommunalaufsicht zum Opfer gefallen. Auch der Gusenburger Rat bemüht sich um Windkraft und weiß dabei die Bürger - nach einer Befragung mit über 80 Prozent Zustimmung - hinter sich.

Naurath/Wald:
Werner Weber sagt: "Wenn wir im Frühjahr 2012 mit der Bürgerhaus-Erweiterung fertig sind, ist die Zeit der großen Investitionen vorbei. Dann geht es darum, zu sparen und unseren Haushalt wieder zu konsolidieren." Auf diesem Weg könnte der gewünschte Windpark mit dem Nachbarort Breit (VG Thalfang) ein wichtiger Baustein sein, so Weber. Auch auf Naurather Gebiet drehen sich schon drei Räder.

Neuhütten:
Peter Kretz betont, dass seiner Gemeinde "finanziell enge Leitplanken gesetzt sind." Gleichwohl ist in "allernächster Zukunft" ein Großprojekt geplant, das vor dem Hintergrund der Gesetzeslage zu sehen ist. Weil inzwischen auch Zweijährige einen Rechtsanspruch auf einen Platz haben, steht die Erweiterung des gemeinsamen Kindergartens mit Züsch an. Diese Bauarbeiten kosten insgesamt rund 460 000 Euro.

Rascheid: Andreas Ludwig geht davon aus, dass seine Gemeinde 2012 und 2013 das Haus Nonninger im Ortskern zu einer Dorfscheune umbauen wird. Dort sollen Lagerräume, eine Reparaturwerkstatt, das Ortsbürgermeisterbüro und das Gemeindearchiv ihren Platz finden. Die geschätzten Kosten liegen bei 300 000 Euro. Auch Ludwig betont, dass sich die Rascheider für Windkraftanlagen auf ihrem Gemeindegebiet interessieren.

Reinsfeld:
Rainer Spies (SPD) macht ebenfalls deutlich, dass seine Gemeinde ihre Einnahmesituation vebessern will und dabei auf zusätzliche Windräder setzt.
Wichtig für den Tourismus ist, dass Reinsfeld im Sommer 2012 an den Saar-Hunsrück-Steig angebunden wird und zudem eine eigene Traumschleife erhält. Der Ausbau der Innerortsstraßen wird laut Spies mit der Kaulenstraße fortgesetzt.

Züsch:
Hermann Bernardy stellt neben der bereits oben erwähnten Erweiterung des gemeinsamen Kindergartens mit Neuhütten ein zweites Projekt heraus. Hinter dem 2007 eröffneten Bürgerhaus soll ein sogenannter Mehrgenerationenpark entstehen. Kostenpunkt: rund 140 000 Euro. Außerdem ist der Ausbau der Hoffeldstraße geplant.