Winnetou kann kommen

In Reinsfeld wurde am Samstag in einer Gemeinschaftsaktion der Bürger an der Fertigstellung des Starterprojekts "Indianerdorf" am Ruwer-Hochwald-Radweg gearbeitet. Außerdem gab es Indianerworkshops für Kinder.

Alina Pizzardini, Marja-Lena Schmitt, Tobias Brixius, Daniel Marx, Maik Schultheiß, Jennifer Roiter basteln im Indianer-Workshop Indianertaschen aus Leder. TV-Foto: Michael Eiden

Reinsfeld. Wenn man mit dem Fahrrad auf dem Ruwer-Hochwald-Radweg nach Reinsfeld kommt, kann man schon seit diesem Sommer die Grundgerüste von Indianer-Tipis sehen. Sie sind die ersten Vorboten des Naturspielplatzes "Indianerdorf", an dessen Fertigstellung die Reinsfelder Bürger in einer Gemeinschaftsaktion am Samstag arbeiteten.

Der Einsatz am Spielplatz wurde jedoch durch das schlechte Wetter mit anhaltendem Regen erschwert. Aber Indianer kennen weder Schmerz noch Angst vor Regen. Deshalb bepflanzten die Helfer unbeirrt ein Beet mit nordamerikanischen Staudenarten, die die Indianer früher als Heilpflanzen benutzten.

Die Workshops für Kinder unter Leitung von Manuela Lohse und Annegret Schröder wurden in die Räume der Grundschule verlegt. Rund 30 Kinder bastelten und schneiderten aus braunem Leder und bunten Filzstücken kleine Ledertaschen wie sie die Indianer früher trugen. Tobias Brixius macht der Workshop Spaß: "Das Anbringen der Perlen ist allerdings nicht so einfach."

Das "Indianerdorf" gehört als Starterprojekt zur Spielleitplanung des Landes Rheinland-Pfalz, die sich um die Belange von Kindern und Jugendlichen im Land kümmert.

Insgesamt entstünden für den Bau des "Indianerdorfs" Gesamtkosten in Höhe von 12 000 Euro, die das Land Rheinland-Pfalz mit 5000 Euro bezuschusse, informiert Ortsbürgermeister Rainer Spies. Der Naturspielplatz "Indianerdorf" soll im Oktober im Rahmen der Remigius-Kirmes mit einem "Indianerfest" eröffnet werden.