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"Wir kriegen schon Trierer hier rüber"

"Wir kriegen schon Trierer hier rüber"

Die Konzer Geschäftsleute sehen die Saar-Mosel-Stadt auf Wachstumskurs. Mit qualitativ hochwertigen Ständen und Programmpunkten wollen sie am Sonntag, 18. September, Menschen in die Innenstadt zum Herbstmarkt samt verkaufsoffenem Sonntag locken.

Konz. Jörg Kranz von Fricken ist gut gelaunt, wenn er über den Herbstmarkt mit verkaufsoffenem Sonntag in Konz spricht. Der Optiker ist im Vorstand des Stadtmarketingvereins. Und auf die Initiative der Geschäftsleute, die sich in diesem Verein zusammengetan haben, werden am 18. September etwa 20 Stände auf dem Rathausplatz aufgebaut. Diese verkaufen frische Lebensmittel (Brot, Salami, Liköre, Obst), Blumen oder Kunsthandwerk. Auch die Geschäfte in Konz sind dann geöffnet. Dass Kranz von Fricken so optimistisch gestimmt ist, liegt an der Entwicklung der vergangenen Monate. "Jetzt, wo wir wieder wachsen, bekommen wir auch die Menschen dazu, zu unseren Veranstaltungen zu kommen", sagt er. Vor allem die Bilanz des Frühjahrsmarkts im März bringt ihn zu dieser Einschätzung.
Diesen Markt hat erstmals Veranstaltungsprofi Christof Kramp für die Konzer Geschäftsleute organisiert. Prompt kamen etwa 4000 Besucher, obwohl es sehr frostig war (der TV berichtete am 31. März). Das werten die Geschäftsleute als großen Erfolg. Denn erstmals nach mehreren weniger gut besuchten Frühjahrsveranstaltungen konnten unter Kramps Regie wieder mehr Menschen nach Konz gelockt werden. Kranz von Fricken sieht deshalb großes Potenzial: "Mit wachsendem Publikum wächst das Interesse der Anbieter, nach Konz zu kommen." Und attraktive Standbetreiber zögen wiederum mehr Besucher in die Stadt, sagt der Optiker. So viele Menschen wie im vergangenen September werden es wohl nicht. Da waren rund 15 000 Menschen in Konz. Diese sind aber nicht in erster Linie wegen der Aktivitäten der Geschäftsleute gekommen, sondern eher wegen des Spielfests des Jugendnetzwerks Konz (Junetko), das bei sommerlichen Temperaturen anstand. Vor allem der Auftritt der Fernsehfigur Maus hat Familien aus der ganzen Region angelockt. Ein Spielfest gibt es in diesem Jahr jedoch nicht. Laut Junetko-Geschäftsführer Dietmar Grundheber soll es fortan im Zwei-Jahres-Rhythmus stattfinden. Es sei schwierig, jedes Jahr die Vereine einzubinden und Sponsoren zu finden, begründet er die Entscheidung. "Wir wollen auch nicht, dass das irgendwann langweilig wird." Im Stadtmarketingverein gebe es zurzeit Überlegungen, das Spielfest vom verkaufsoffenen Sonntag abzuspalten, so dass es zwei Herbstveranstaltungen geben könnte. Fest stehe noch nichts.
Allerdings sei der Stadtmarketingverein bisher sehr zufrieden mit der Qualität der Arbeit, die Christof Kramp abgeliefert habe. "Noch gibt es keinen langfristigen Vertrag, aber wir haben schon vor, längerfristig mit ihm zusammenzuarbeiten", sagt Kranz von Fricken. Ziel des Vereins sei es, auch Luxemburger anzusprechen. Und Kranz von Fricken sagt selbstbewusst: "Wir kriegen schon Trierer hier rüber!"
Kramp beschreibt, wie das funktionieren soll: "Ich organisiere das immer so, dass mich die Veranstaltung selbst auch ansprechen würde. Wichtig ist, dass die Qualität stimmt." Musikalisch soll Achim Weinzen am Sonntag überzeugen. Und: Es gebe zwar kein großes Spielfest, aber ein interessantes Kinderprogramm, sagt Kramp. Unter anderem kommt der Trierer Artist, Jongleur und Stelzenläufer Christian Dirr mit seinem Mitmach-Zirkus nach Konz.Extra

Die 20 Marktstände auf dem Konzer Rathausplatz öffnen um 11 Uhr, die Geschäfte um 13 Uhr bis 18 Uhr. Das Kinderprogramm des Mitmach-Zirkus beginnt ebenfalls um 13 Uhr. Beim Schuhhaus Holbach in der Wiltinger Straße gibt es einen Schnäppchenmarkt. Die Straße Am Markt ist ab Samstag, 17. September, 14 Uhr, zwischen der Schillerstraße und dem Rathaus gesperrt. Die Parkplätze hinter dem Rathaus und dem Verwaltungsgebäude stehen am Sonntag zur Verfügung. Auch im Kaufland-Parkhaus kann laut Stadtmarketingverein kostenlos geparkt werden. cmk