1. Region
  2. Konz, Saarburg & Hochwald

Wochen im Zeichen des friedlichen Miteinanders

Wochen im Zeichen des friedlichen Miteinanders

Diskussionen, offene Gotteshäuser und eine Ausstellung: Im September und Oktober stehen die interkulturellen Wochen an.

Konz Die Interkulturellen Wochen haben in Konz inzwischen Tradition. Das Interkulturelle Netzwerk (IN Konz) organisiert sie seit inzwischen neun Jahren, ohne Unterbrechung. Das IN ist ein Zusammenschluss von Menschen, die in Konz im Kindergarten, in der Schule, in den Kirchen und Moscheen, bei der Polizei, in der Verwaltung, in den Beratungsstellen der Wohlfahrtsverbände, im Quartiersmanagement oder als Beauftragte des Kreises für die Integration von Zuwanderern aktiv sind. Netzwerksprecher Dominik Schnith sagt, dass die Begegnung und die Information über die vielfältigen Aspekte des Zusammenlebens von Einheimischen und Zugewanderten im Mittelpunkt stehen. Der zweite Netzwerksprecher Thomas Zuche betont: "Wir greifen auch aktuelle Themen auf, zum Beispiel die Diskussion um Terror und Krieg und die Frage nach der Rolle von Religionen." Auch die aktuellen Spannungen mit der Türkei würden thematisiert. In diesem Kontext verweist er vor allem auf den Tag der offenen Moschee am 3. Oktober.
Neun Veranstaltungen zwischen Montag, 18. September, und Dienstag, 3. Oktober, geplant:
Interkulturelles Frühstück (Montag, 18. September, 9.30 bis 13 Uhr im Pfarrheim St. Nikolaus, Martinstraße 22 in Konz) mit Köstlichkeiten aus verschiedenen Ländern: Die Eröffnungsveranstaltung organisieren Giesela Krämer, Migrationsbeauftragte des Kreises Trier-Saarburg, sowie die interkulturellen Fachkräfte der Konzer Kitas.
Vernissage zur Fotoausstellung "Zusammen sind wir Heimat" (Montag, 18. September, 19 Uhr, Kloster Karthaus: Die Fotoausstellung zeigt zwölf Einheimische und Zuwanderer vor ihrem Lieblingsort in Konz. Die Ausstellung wird in den folgenden Monaten in öffentlichen Gebäuden in Konz zu sehen sein. An diesem Abend werden eine Heimatvertriebene, ein Aussiedler und ein Geflüchteter darüber sprechen, was Heimat für sie bedeutet. Veranstalter ist der Caritasverband Trier.
Kochen ohne Grenzen (Montag, 25. September, 17 Uhr, Haus der Jugend; Wiltinger Str. 48, Konz): Angeleitet von afghanischen Jugendlichen lernen die Teilnehmer in diesem Kochworkshop für Jugendliche ab zwölf Jahren, wie sie eine afghanische Vor-, Haupt- und Nachspeise zubereiten. Anmeldung unter <%LINK auto="true" href="http://www.hdj-konz.de" text="www.hdj-konz.de" class="more"%> oder 06501/94050. Veranstalter ist das Haus der Jugend, das Jugendforum Konz und der Verein Karree Eifel/Außenwohngruppe Konz-Hamm.
Können unsere Religionen Frieden bringen? (Montag, 25. September, 19 Uhr, Pfarrheim St. Nikolaus; Martinstraße 20, Konz): Terror, Krieg und Gewalt werden in jüngster Zeit immer wieder mit dem Islam in Verbindung gebracht. Auch das Christentum hat in seiner Geschichte Krieg, Folter und Gewalt hervorgebracht. Christen und Muslime diskutieren an diesem Abend miteinander über Religionen und ihre Rolle bei Terror und Krieg. Veranstalter der Diskussion ist das Interkulturelle Netzwerk Konz, Arbeitsgruppe Christlich-Islamischer Dialog.
Meet and Read - Interkulturelle Lesestunde (Mittwoch, 27. September, 10 Uhr, Kloster Karthaus): Hier treffen sich Mütter und Väter, Omas und Opas, und lesen aus mehrsprachigen Büchern gemeinsam mit ihren Kindern der Deutsch-als-Zweitsprache-Klasse der Grundschule St. Johann in Karthaus, die die Lesestunde veranstaltet.
Internationale Stunde der Kinderrechte (Mittwoch, 27. September, 14 Uhr, Kloster Karthaus): Hier werden Geschichten zu den Kinderrechten in vielen Sprachen vorgelesen, dazu laden die Kita Arche Noah, die Kita St Johann und die Grundschule St Johann ein.
"Integration beginnt im Topf!" (Freitag, 29. September, 14 bis 17 Uhr, Räume des Sozialraumzentrums Konz, Konstantinstraße 50): Das Sozialraumzentrum Konz lädt dazu ein, gemeinsam mit Familien aus anderen Herkunftsländern typische Speisen aus verschiedenen Ländern zu kochen und ins Gespräch zu kommen.
"Unter einem Himmel" - Chor und Tanzprojekt (Samstag, 30. September, 19 Uhr, Sport- und Festhalle, Hermann-Reinholz-Straße am Schulzentrum Konz): Bei diesem genreübergreifenden Chorprojekt werden neben den musikalischen Beiträgen des Konzer Vokalkreises unter der Leitung von Andreas Wagner auch Tänze unter der Anleitung von Maher Abdul Moaty sowie Wort- und Musikbeiträge aus anderen Kulturkreisen aufgeführt.
Tag der Offenen Moschee ...
(Dienstag, 3. Oktober, verschiedene Orte): In Konz sind zwei Moscheen beheimatet: das Gebetshaus der Türkisch-Islamischen Gemeinde in der Dammstraße und das des Islamischen Kulturvereins in der Brunostraße. In der Albukhary-Moschee beschäftigt sich der Islamische Verein Konz mit dem Thema "Hidschra" (Migration). Das Gotteshaus ist dann von 11 bis 12.30 Uhr geöffnet. Die Haci-Bayram-Moschee ist von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Die türkisch-islamische Gemeinde präsentiert sich mit Moscheeführungen, türkischen Gerichten und einem Informationsstand.
Weitere Infos gibt es bei Thomas Zuche (Telefon: 06501/9457116, E-Mail: zuche.thomas@caritas-region-trier.de ) und Dominik Schnith (Telefon: 06501/9405, E-Mail: info@demokratie-leben-konz.de ).