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Wofür der Verkehrs- und Verschönerungsverein den Erlös verwendet​

Freizeit : Große Klänge für ein schöneres Saarburg

Eine schöne Kapelle und die Zukunft der Jubiläumsglocke: Was der Verkehrs- und Verschönerungsverein Saarburg nach dem letzten Mittwochskonzert in diesem Jahr mit dem Erlös vorhat.

Die letzten Töne der Mittwochskonzerte sind verklungen. Das Jugendorchester und das Hauptorchester des Musikvereins Saarburg-Beurig bestritten den letzten Part der Veranstaltungsreihe des Verkehrs- und Verschönerungsvereins (VVV), deren Erlös für die weitere Aufwertung des Erscheinungsbildes der Stadt verwendet werden soll.

Der zweite Vorsitzende des VVV, Karl-Heinz Thiel, zeigt sich zufrieden mit dem Erfolg der Konzertreihe, die nach zweimaligem Ausfall wegen Corona wieder ein großes Publikum angesprochen hat. „Bei den Pänz und den Männern kam die beste Laune auf“, resümiert er. Dass es bei Fooling Around regnete sei halt Pech gewesen.

Der Erlös ist zwar noch nicht ermittelt, aber Thiel schätzt ihn auf ein Vor-Corona-Niveau, also fünfstellig: „Einmal sind uns sogar die Lose ausgegangen, so viele Leute wollten uns unterstützen.“ Größtes dieser Projekte wird wohl die Renovierung der Hubertuskapelle, die innen wie außen neu erstrahlen soll. Auf gut 15.000 Euro schätzt Architekt und Vorstandsmitglied Conny Bausch dabei die Kosten.

„Das ist alles mit dem Denkmalschutz abgesprochen“, sagt er dem TV. Es herrschen dabei strenge Vorschriften, wie beispielsweise beim Mörtel. Da muss es Trasskalk sein, ein Material vulkanischen Ursprungs, das nur in der Eifel-Region vorkommt. Die Steine am Sockel sind stark verwittert. „Wenn da Wasser in die Fugen eindringt, geht die Kapelle kaputt“, sagt der Baufachmann voraus. Im nächsten Frühjahr soll mit den Arbeiten begonnen werden. Hingucker soll abends die Innenbeleuchtung werden, denn die Kapelle steht in der Blickachse zum Fruchtmarkt. Ein weiterer Wunsch ist das Aufstellen der Jubiläumsglocke, die seit ihrem Guss 2014 anlässlich der 1050-Jahr-Feier der Stadt in der Kulturgießerei hängt. Mindestens drei Standorte sind in der Diskussion. Ferner soll der Kautenturm am Saarufer nachts angestrahlt werden.

„Wir haben eigens für dieses Konzert geprobt“, sagt die Sprecherin des Musikvereins, Lea Zengerli. Höhepunkte waren dabei Musik aus der „Zauberer von Oz“, „Dance Monkey“ und das Solostück „En Aranjuez con tu Amor“ auf dem Flügelhorn, gespielt von Marco Wagner, sowie Udo Lindenbergs „Komm, wir ziehen in den Frieden“, ein Wunsch, der gerade jetzt hochaktuell ist.

Nun beginnen bereits die Planungen für die Mittwochskonzerte für 2023. „Einige der Bands aus diesem Jahr haben eine gute Chance, wieder dabei zu sein“, sagt Karl-Heinz Thiel, denn im Schnitt verließen 500 bis 600 Menschen abends glücklich und zufrieden den Boemundhof.