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Infrastruktur: Wohnfibel statt Hausordnung

Infrastruktur : Wohnfibel statt Hausordnung

Künftige Mieter der Konzer-Doktor-Wohnbrücke sollen eine Gemeinschaft bilden. Zeichnungen von Realschülerin Simona Hrubik illustrieren das.

Kodo, das Maskottchen der Konzer-Doktor-Bürgerstiftung, ist die Hauptfigur der Wohnfibel für künftigen Mieter der Konzer-Doktor-Wohnbrücke, die in der Saarstraße 26 mit zwölf Wohneinheiten kurz vor ihrer Vollendung steht. Der kleine Kobold wurde von der zeichnerisch hochbegabten Realschülerin Simona Hrubik ins Zentrum von 18 Darstellungen gerückt, die das harmonische Zusammenleben im neuen Haus zeigen.

Einziehen werden ab April ältere Menschen und junge Familien mit Kindern. Allen gemeinsam ist der Wohnberechtigungsschein I des Sozialamtes, der sie als bedürftig und einkommensschwach ausweist. „Das entspricht unserem Verständnis, mit der Stiftung zu helfen“, so der Vorsitzende Hartmut Schwiering. „Natürlich gibt es auch eine Hausordnung, aber eine Fibel beschreibt das gewünschte Alltagsleben der einfach lockerer“, sagt Geschäftsführer Jürgen Große. Die Bilder verstärke und verdeutliche noch einmal, wie sich die Veranstwortlochen des 2,2 Millionen-Euro-Projektes das Zusammenleben der Menschen vorstellen, die 5,35 Euro Miete je Quadratmeter zahlen werden.

Kunstlehrerin Mirjam Beickler fand in der 13-jährigen Simona eine hochbegabte Illustratorin, der es binnen weniger Tage gelang, mit Farbe und Pinsel in 18 Motiven eine Geschichte zu erzählen. Die Bewohner werden als eingeschworene Gemeinschaft dargestellt. Man hilft und unterstützt sich gegenseitig und redet mit- statt übereinander. Zwischenmenschlichkeit und Toleranz soll in dem neuen Haus herrschen.

„Die Leute waren bei der Unterzeichnung der Mietverträge extrem glücklich“, verrät Schwiering.

„Ein solches Projekt ist auch wichtig für uns, denn es zeigt, dass in der Realschule plus auch Talente gefördert werden, die Persönlichkeiten entwickeln“, sagt Schulleiter Martin Lautwein. Kunstlehrerin Beickler ist begeistert: „Simona ist ein Naturtalent und hat schon ihren eigenen Malstil.“ Simona Hrubik  will einmal Innenarchitektin werden. Sie malt seit ihren sechsten Lebensjahr regelmäßig.

Mit den Wohnungsschlüsseln erhalten die neuen Bewohner die Fibel in gedruckter Form. Im Frühsommer soll das gesamte Projekt bei einem Mieterfest gefeiert werden.