Zehn Jahre Hospizverein Hochwald

Die Anerkennung ihrer Arbeit durch die Festredner dürfte bei den ehrenamtlichen Helfern des vor zehn Jahren gegründeten Hospizvereins Hochwald ebenso gut angekommen sein wie die Glückwünsche der jugendlichen Nachwuchsmusikerinnen und der Mitglieder des mitreißenden Gospelchores Free Voices.

Hermeskeil. (urs) Mit einem schwungvollen Rahmenprogramm hat der Hospizverein Hochwald sein zehnjähriges Bestehen gefeiert. Nach dem Debüt eines Gusenburger Instrumental-Trios (Maria Knippel, Franziska und Angelina Kollmann) brachten afrikanische Rhythmen das Mehrgenerationenhaus Johanneshaus zum Vibrieren. Der Gospelchor "Free Voices" honorierte mit seinem unentgeltlichen Auftritt das Engagement der Hospizhelfer. Diese begleiten ehrenamtlich Schwerkranke und Sterbende sowie deren Angehörige und gehen mit ihnen "Wege des Lebens gemeinsam".

Was hier für den Einzelnen getan werde, verdiene höchste Anerkennung, würdigte Hartmut Heck, erster Beigeordneter der Verbandsgemeinde, das Engagement der Helfer. Für sie stehe nicht "ihre persönliche Verwirklichung im Mittelpunkt", sondern der Wunsch, Menschen in schwierigen Situationen zu helfen. Positiv überrascht habe ihn die Internetseite www.hospizverein-hochwald.de.

Die Initiative für Hospizarbeit im Raum Hermeskeil war ursprünglich vom Hermeskeiler St. Josef Krankenhaus ausgegangen. Daran erinnerte Christoph Drolshagen, Hospiz-Fachberater des Trägers Waldbreitbacher Marienhaus GmbH, die mit dem Hospizverein auch als Träger des Ambulanten Hospizes Hochwald fungiert.

Kreisbeigeordneter Manfred Wischnewski räumte ein, "besonders berührt" zu sein von dem Engagement der Hospizhelfer und wünschte dem Verein ein langes Leben. "Wir werden alle einmal Ihre Hilfe brauchen", betonte Stadtbürgermeister Udo Moser seinen Respekt. Pfarrerin Heike Diederich, Vorsitzende des Hospizvereins, dankte den Helfern für ihren anstrengenden und verantwortungsvollen Einsatz. Aber auch den Kooperationspartnern gebühre Dank. Anschließend nahm der Gospelchor "Free Voices" unter Leitung von Oliver Bölsterling das Publikum mit auf eine Reise von Afrika nach Irland, die von herausragenden Solisten bereichert wurde. Tags darauf fand der zweite Hospiztag statt, den eine Revue "Zarah trifft Marlene" beschloss.