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Zeichen für Umweltschutz: Blaue Flagge über dem idyllischen Saarhafen

Zeichen für Umweltschutz: Blaue Flagge über dem idyllischen Saarhafen

Die "Blaue Flagge", als Zeichen für einen umweltfreundlichen Hafen, wurde dem Wassersportclub (WSC) Saarburg für sein nachhaltiges Engagement im idyllischen Beuriger Saarhafen in Konz verliehen. Damit ist Saarburg neben Konz der einzige Club in der Region, der sich mit dieser Auszeichnung schmücken kann.

Saarburg. (dt) "Umweltschutz wird bei uns eigentlich schon immer gelebt, schließlich ist uns als Wassersportlern der Schutz dieser wichtigsten Ressource ein natürliches Anliegen", sagt Werner Dellwing, der Vorsitzende des Wassersportclubs Saarburg 1978. Man habe mit der Bewerbung um die "Blaue Flagge" zeigen wollen, dass im Saarburger Hafen einiges für die Umwelt getan werde.

Die "Stiftung für Umwelterziehung" verleiht die Auszeichnung im Rahmen einer europaweiten Kampagne. Sie sei ein Zeichen sowohl für die zahlreichen auswärtigen Boote und ihre "Skipper" als auch für die Saarburger, die "ihren" Hafen größtenteils nicht wahrnähmen. Idyllisch liegt der Hafen an einem Altarm der Saar im Stadtteil Beurig, unweit der Straße Richtung Schoden. Von der Terrasse des Clubhauses hat man einen weiten Blick auf die Niederleukener Weinberge und die Burg. Für die zahlreichen internationalen Gäste wird bestens gesorgt, die Infrastruktur ist gut. Es gibt sogar einen "Brötchen-Bringdienst" am Morgen. Eine muntere Gruppe Schweizer ist von Hafen und Stadt gleichermaßen begeistert: "Sehr schön hier, das hätten wir so nicht erwartet." Tatsächlich haben im vergangenen Jahr etwa 2000 Gäste für mehrere Tage Saarburg besucht. Der Hafen ist das "Eingangstor" über das Wasser, wie Dellwing sagt. Ein bedeutender und nicht überall bekannter Tourismusfaktor also, zumal die Stadt fußläufig erreichbar ist und jeder Gast dort, neuesten Studien zufolge, durchschnittlich etwa 34 Euro ausgibt. Elitär sei der WSC nicht, betonen die Vorstandsmitglieder im Gespräch mit dem TV. Alle Bevölkerungsschichten seien vertreten.

Ehrenamtliches Engagement sei für die Mitglieder selbstverständlich. Vor allem, als es um die "Erringung" der Blauen Flagge ging, habe jedes der 80 Mitglieder mitanfassen müssen. Mülltrennung und -entsorgung, Ölabscheidung, Wasseraufbereitung und ständige Investitionen in die Infrastruktur des Hafens seien nötig. "Allerdings ist auch der bürokratische Aufwand immens", sagt der Vorsitzende. Dass sich dieser Aufwand gelohnt hat, zeigt sich deutlich an den strahlenden Gesichtern der Vorstandsmitglieder, die zum 50. Jubiläum des Konzer "Schwesterclubs" die "Blaue Flagge" entgegengenommen haben.

Extra Die Blaue Flagge ist das erste, weltweite gemeinsame Umweltsymbol der Foundation for Environmental Education (FEE) und der Deutschen Gesellschaft für Umwelterziehung (DGU). Seit 1987 wird die Auszeichnung verliehen, wenn bestimmte Anforderungen an das Umweltmanagement, die Umweltkommunikation erfüllt sind, ausreichende Entsorgungsbereiche für (Sonder-) Abfälle und Abwasser und die standardgemäßen Sicherheitsaspekte beachten werden. (cju)