Zeitreise mit einer Prise Humor

Zum Auftakt der Wiltinger Kirmes haben Ewald Schu, Pianist Christoph Schach und der Männerchor "Choract" mit einem heiteren Potpourri an den Varietékünstlers Otto Reutter erinnert. Sie nahmen dabei die Zuhörer mit auf eine Zeitreise in die 20er Jahre.

Wiltingen. (gin) Den Tag soll man zwar nicht vor dem Abend loben, ein vielzitierter Spruch von Otto Reutter, und dieser Abend im gut besuchten Bürgerhaus in Wiltingen hat die Zuschauerherzen höherschlagen lassen und war besonders "lobenswert". Ewald Schu führte mit Witz, Ironie und Urwüchsigkeit durch das Liedgut aus 40 Jahren im Leben Otto Reutters.

Ganz wie Reutter zu seiner Zeit nahm Schu aktuelle Themen wie die Finanzkrise, die wilde Ehe, Arbeitslosigkeit und Inflation mit humorvollen Couplets wie, "Es geht vorwärts" oder "In fünfzig Jahren ist alles vorbei" mit Witz und Charme unter die Lupe. Der Oberemmeler Schu freute sich, dass das Kriegsbeil zwischen Oberemmel und Wiltingen nun endlich begraben sei. Dabei bemerkte er schmunzelnd, er sei "Alles wegen de Leut" zum Liederabend nach Wiltingen gekommen. Mit "Siehst Du in ne Zeitung, dann schau nicht hin, es steht ja eh nur Schlechtes drin", singt er mit ironischem Witz und nimmt dabei die anwesenden Medienvertreter gehörig auf's Korn.

Der Männerchor "Choract" untermalte Schus Auftritt mit bekannten Liedern wie, "Veronika, der Lenz ist da" und "Wochenend und Sonnenschein" ganz im Stile der Comedian Harmonists in den 20er Jahren. In Begleitung von Pianist Christoph Schach führte Schu das Publikum auf einer schwungvollen, manchmal sozialkritischen, aber humorvollen Zeitreise durch Otto Reuters Leben. Das Publikum dankte es ihm mit begeistertem Applaus.