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Zeitzeuge des Holocaust berichtet

Zeitzeuge des Holocaust berichtet

Als elfjähriger Sohn einer jüdischen Familie wurde Gerd Klestadt (Foto: privat) im KZ Bergen-Belsen inhaftiert und verlor seinen Vater. Viele seiner Familienmitglieder sind unter dem nationalsozialistischen Regime in Deutschland ermordet worden.

In einem Zeitzeugengespräch mit dem Titel "Ich war zweimal in meinem Leben Flüchtling …" wird der 84-Jährige, der heute in Luxemburg lebt, am Freitag, 27. Januar, ab 19 Uhr in der Kulturgießerei über seine Erlebnisse berichten. Zusammen mit der in Saarburg lebenden Historikerin Kathrin Meß lädt Anette Barth von der Kulturgießerei alle zu der Veranstaltung ein, die sich nicht damit abfinden wollen, dass Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Rechtspopulismus und rechtsradikale Gewalt wieder gesellschaftsfähig werden. Die Historikerin Meß, die unter anderem Ausstellungen zu Luxemburger Frauen konzipiert hat, kennt Klestadt. Sie beschreibt ihn als einen lebenslustigen Menschen, der immer zu flotten Sprüchen aufgelegt und unkompliziert sei. Er könne sich auch selber auf die Schippe nehmen und sei alles in allem eine beeindruckende Persönlichkeit. mai