Zeltlager fördert Teamgeist

Gusenburg · Leben im Zelt, Ordnung und Sauberkeit beachten, etwas lernen und trotzdem richtig Spaß haben - all das hat die Feuerwehrjugend der Verbandsgemeinde Hermeskeil bewiesen. Die Lebensretter der Zukunft sind die große Hoffnung aller zehn Standorte mit Jugendwehr.

Zeltlager-Taufe: Timo Schneider, René Hares, Konrad Huwer und Denis Schneider (von links) ernten großen Jubel bei ihrer feucht-fröhlichen Aktion. TV-Foto: Herbert Thormeyer

Gusenburg. Disziplin und Spaß schließen sich nicht gegenseitig aus, wie 130 Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 18 Jahren der zehn Jugendwehren aus der Verbandsgemeinde Hermeskeil in der Freizeitanlage der Natur- und Angelfreunde Gusenburg bewiesen haben.
"Solche unkomplizierten und netten Kinder habe ich schon lange nicht mehr bekocht", sagt Franz Ratzka erfreut, der für die Verpflegung im Zeltlager sorgt. "Die sagen ,Bitte\' und ,Danke\', räumen nach dem Essen alles weg, spülen das Geschirr ohne zu murren", fügt er noch hinzu.
"Ein Zeltlager fördert den Teamgeist und das Zusammengehörigkeitsgefühl. Das sind wichtige Grundlagen für die spätere Arbeit im Einsatz bei der Feuerwehr", erklärt Wehrleiter Christoph Borresch den tieferen Sinn eines Zeltdorfes in freier Natur.
Dieser Teamgeist werde noch durch Lagerspiele und Wettkämpfe verstärkt. Der Lerneffekt dabei sei, dass man sich aufeinander verlassen können muss.
Alle zwei Jahre trifft sich der Nachwuchs aus zehn Jugendwehren, darunter auch die Bambinis ab sechs Jahren aus Grimburg und Hermeskeil.
Die Truppe der Allerkleinsten aus Hermeskeil wurde bereits vor fünf Jahren gegründet. Zehn davon sind schon in die Jugendwehr gewechselt. Ab 16 Jahren kann man aktiver Feuerwehrmann oder -frau werden. 29 Mädchen waren im Zeltlager dabei. Ann-Christin Lex aus Beuren ist bereits bei den Aktiven. "Wir haben mit den Kleinen Spiele geübt, die nur in der Gruppe funktionieren, denn die Feuerwehr braucht keine Einzelkämpfer", sagt die 17-Jährige. Einen anderen Aspekt nennt Daniel Hoff, ebenfalls 17 und aus Beuren: "In einem Zeltlager werden Grundsteine für Freundschaften gelegt. Man lernt immer neue Leute kennen."
26 Betreuer waren nötig, um die Jungretter mit Spielen und Aktionen wie einer Wanderrallye, der Lagerolympiade und dem Lagerzirkus bei Laune zu halten. "Das sind geschulte Kräfte, die in der Landesfeuerwehrschule in Koblenz dafür einen dreitägigen Lehrgang absolviert haben", betont der Jugendwart der Feuerwehr Gusenburg, Timo Schneider. Schließlich gehe es bei allem Spaß immer noch um die Sicherheit. Und gelernt wurde auch noch was. Bei den Prüfungen zur Jugendflamme I und II müssen die Nachwuchsretter unter anderem einen Löschangriff aufbauen können, erste Hilfe leisten und korrekte Meldungen an die Einsatzzentrale absetzen. doth