Zentnerweise tote Fische

SERRIG. Wer dieser Tage einen Blick in den komplett ausgetrockneten Serriger Bach geworfen hat, hat betroffen weggeschaut, denn es bietet sich kein schöner Anblick. Hunderte von Forellen liegen dort im wahrsten Sinne des Wortes auf dem Trockenen.

Die Trockenheit, die zunächst hauptsächlich dem Element Erde zu schaffen gemacht hat, ist inzwischen auch für das nasse Element zu einem Problem geworden. Mehrere Zentner Forellen sind im Serriger Bach qualvoll verendet, der entstandene Schaden ist erheblich. Tote Fische im Wert von 2000 bis 3000 Euro liegen in dem 6,5 Kilometer langen Bachbett zwischen den Bachsteinen, inzwischen mit Sand bedeckt. "Es wird Jahre dauern, den Fischbestand wieder aufzuarbeiten", sagt Erwin Dillenburg, Bachpächter des Serriger Baches und Ortsvorsteher der Saarburger Gemeinde Krutweiler. Die Qualität der Forellen war wegen der hervorragenden Wasserqualität des Baches, der aus frischen Quellen entspringt, besonders hoch. Selbst die ältesten Serriger könnten sich nicht an eine solche Trockenheit wie die der vergangenen Wochen erinnern, weiß Dillenburg. "1976 war schon mal ein sehr trockener Sommer, aber damals war noch Wasser im Bach." Jetzt zählt nur eins: Regen. Aber Dillenburg weiß, dass große Euphorie bei ein paar Regentropfen fehl am Platz wäre: "Ein Schauer reicht nicht. Es wird Wochen brauchen, bis der Wasserstand wieder auf dem alten Level von rund 50 Zentimetern ist."