Ziel: Zwei Geschosse PCB-frei

Zum Schulbeginn am 24. August sollen die Arbeiten im PCB-belasteten Gebäude der Hermeskeiler Realschule so weit fortgeschritten sein, dass zwei Geschosse wieder freigegeben werden können. Dieses Ziel hat der Sanierungsausschuss in seiner jüngsten Sitzung festgelegt.

Hermeskeil. Sanierungskoordinator Egbert Adam von der Firma "Umweltgeotechnik" hat in den zurückliegenden Tagen das Hermeskeiler Schulzentrum, in dem mehrere Räume mit dem als krebsverdächtig geltenden Schadstoff PCB belastet sind, auf Herz und Nieren geprüft.

Auf der Basis seiner Erkundungen hat der Sanierungsausschuss den vorläufigen Bauzeitenplan festgezurrt. Nach den Erkenntnissen der Raumluftmessungen bei der Sanierung sollen folgende Bereiche zuerst angegangen werden: das Keller- und das Erdgeschoss im Hauptgebäude der Realschule und danach das Keller- und Erdgeschoss im Fachklassentrakt zwischen Real- und Hauptschule. Eine stichprobenartige Überprüfung hat ergeben, dass sich insbesondere im Abschlussbereich der verklinkerten Wände in den Fugen unter neueren Dichtungsmassen noch Reste der alten PCB-haltigen Fugenmassen befinden. Sie zeigen nach Angaben der Kreisverwaltung eine "deutliche PCB-Belastung". Das trifft auch für alte Elektrokabel zu, die jetzt ausgetauscht werden.

Sanierungsbeginn vom Keller aus aufwärts



Das Gremium hat folgenden Fahrplan festgelgt: In den Sommerferien sollen zunächst die Decken inklusive Dämmstoffen im Erd- und Kellergeschoss des Realschul-Hauptgebäudes ausgebaut werden. Nach einer Nassreinigung werden dort neue Fenster eingebaut und neue Bodenbeläge verlegt. Das Mobiliar wird während der Sanierungsarbeiten in ein Zelt auf dem Schulgelände ausgelagert. Ziel ist eine Freigabe der beiden unteren Geschosse des Realschul-Hauptgebäudes für den Unterricht zum Schuljahresbeginn.

Der Ausschuss habe zudem einer Initiative von Bürgermeister Michael Hülpes (CDU) zugestimmt: Die VG-Verwaltung Hermeskeil soll kurzfristig Angebote zur Anmietung von Büro-Containern einholen, die als Ausweichquartier für Verwaltung und Lehrerzimmer dienen können. Angepeilter Umzugstermin ist der Schuljahresbeginn. Durch die angestrebte Freigabe der beiden Geschosse sowie die Auslagerung in Container sei ab dem 24. August "ein regulärer Schulbetrieb in der Realschule gewährleistet", verspricht Kreis-Pressesprecher Thomas Müller. Er weist aber darauf hin, dass es zu Einschränkungen kommen könne und dass das Obergeschosses abgesperrt werde.