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Zu Besuch bei Leica und Goethes Lotte

Zu Besuch bei Leica und Goethes Lotte

Mit einer Fahrt nach Limburg und Wetzlar hat sich die Konzer-Doktor-Bürgerstiftung (KoDoBüSt) bei ihren Lese- und Lernpaten bedankt, die in der Verbandsgemeinde Konz bereits im achten Jahr Woche für Woche rund 250 Kinder und seit einem Jahr auch Flüchtlingsfrauen in deutscher Sprache fördern.

Konz/Limburg/Wetzlar. In Limburg, eine der am besten erhaltenen Fachwerkstädte Deutschlands, wurden die Zeitstifter zunächst über die unterschiedlichen Bauweisen des Fachwerkes informiert. Interessant war auch die Erkenntnis, dass die Limburger es sich bei der Beichte "leicht" machen konnten, indem sie ihre Sünden mit "Kopf eins bis sieben" umschrieben. Diese Bezeichnung führt auf das Haus der sieben Laster zurück, an dem die Fratzen der Sünden - Hochmut, Neid, Unkeuschheit, Unmäßigkeit, Zorn, Trägheit und Geiz - auf Köpfe am Deckenbalken des Hauses eingeschnitzt sind. Der Besuch des Limburger Doms rundete die Altstadttour ab.
Weiter ging es nach Wetzlar mit seiner ebenfalls gut erhaltenen Altstadt. Bei einem Rundgang erfuhren die Gäste Wissenswertes über Bau und Umbau des einzigartigen romanisch-gotischen Domes, der eine der ältesten Simultankirchen (Katholiken und Protestanten teilen sich das Gotteshaus) ist. Nach einem Rundgang durch die fachwerkgeprägte Innenstadt besuchte ein Teil der Gruppe das Lottehaus, das Wohnhaus der Charlotte Buff, die Goethe in seinem Roman "Die Leiden des jungen Werther" verewigte.
Die andere Gruppe besuchte das Optik Museum Viseum, in dem die Entwicklung der optischen Geräte der Firma Leica dargestellt wurde: von der Kamera über Ferngläser und Visiertechnik bis hin zu modernster optischer Operationstechnik. Nach vielen interessanten Eindrücken und guten Gesprächen ließen die Teilnehmer den Tag bei einem gemütlichen Abendessen in der Weinstube Luy ausklingen. red