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Zu Tode gequältes Tier oder illegal entsorgter Kadaver an Staustufe Serrig

Ermittlungen : Tote Katze in einem Sack an der Saar-Staustufe gefunden

Die Tierschutzorganisation Peta meldet, dass das Tier ertränkt worden sei. Laut Polizei könnte auch „nur“ der Kadaver illegal entsorgt worden sein.

„Katze brutal ertränkt – 1000 Euro Belohnung für Hinweise“ ist die Überschrift über einem Blog-Beitrag auf der Internetseite der Tierschutzorganisation Peta. Am Montag, 10. August, sei bei Taben-Rodt in der Saar eine in einem Müllsack treibende Katze entdeckt worden, heißt es da. Ein Mann habe sie am 11. August mit Hilfe eines Boots aus dem Wasser geborgen.

Das Tier sei offensichtlich lebendig in eine Plastiktüte gesteckt, anschließend mit Gegenständen beschwert und in die Saar geworfen worden, sind sich die Tierschützer sicher. Ein Online-Nachrichtenportal verbreitet diese Meldung weiter und titelt: „Grausamer Tiermord an der Saar“. Im Text ist dann von mutmaßlichem Ertrinkungstod die Rede. Der Tatort müsse zwischen Mettlach und Hamm liegen.

Der Trierische Volksfreund hat bei der Polizei nachgefragt, wie sie die Sache beurteilt. Zuständig für die Ermittlungen ist die Wasserschutzpolizei in Trier. Dienststellenleiter Achim Bartholome bestätigt, dass an der Staustufe Serrig im Oberwasser, dort wo das Wasser höher steht, eine tote Katze in einem Müllsack gefunden worden sei.

Jemand habe einem Tierschützer Bescheid gesagt, dieser habe das Tier herausgefischt und den Fall am 12. August bei der Polizei in Saarburg angezeigt. Der Dienststellenleiter bestätigt auch, dass die Katze keinen Chip hatte und nicht tätowiert war. „Sie ist nicht zuzuordnen“, sagt Bartholome. Soweit bestätigt er die Darstellung von Peta und dem Nachrichtenportal.

Allerdings gebe es, sagt der Dienststellenleiter, keine eindeutigen Hinweise auf Tierquälerei. „Es könnte sein, dass das Tier ertränkt worden ist, es könnte aber auch sein, dass es sich um einen widerrechtlich entsorgten Tierkadaver handelt“, sagt er im Gespräch mit dem TV. Die Polizei habe zum Beispiel keine Kenntnis davon, dass dem Tier mit Kabelbinder Gewichte an die Beine gebunden worden seien.

 „Tatsache ist: Das Tier war in einem Sack, und da waren Steine drin.“ Der Sack sei am Tag des Fundes wohl offen gewesen und die Steine seien herausgekullert. Das Tier habe sich zu diesem Zeitpunkt in einem fortgeschrittenen Verwesungsprozess befunden. Deshalb habe die Polizei auch keinen Zeugenaufruf abgesetzt.

Wer Informationen zu dem Tier hat, das laut Peta eine braun-schwarz gestromte Fellfärbung hatte, wird gebeten, sich bei der Polizei in Saarburg unter Telefon 0651/938190 zu melden.