Zukunft der alten Saarburger Mülldeponie wird diskutiert

Zukunft der alten Saarburger Mülldeponie wird diskutiert

Was passiert eigentlich mit der alten Saarburger Deponie? Der Zweckverband ART diskutiert zurzeit über die Möglichkeit, sie abzutragen und den alten Müll nach Mertesdorf zu transportieren. Im Herbst soll dies erprobt werden.

Der Zweckverband ART denkt daher darüber nach, wie er mit der Saarburger Deponie in Zukunft umgeht. Sie wurde 1995 nach 40 Jahren geschlossen, ist allerdings am Boden nicht versiegelt. Das Grundwasser wird ständig kontrolliert, Umweltgefahr besteht nicht. Dennoch muss eine Lösung für die Zukunft her. Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten: entweder die Deponie von oben abzudichten - dann wäre die Bodenversiegelung aber weiterhin nicht gegeben, oder den ganzen Berg abzutragen und abzutransportieren: nach Mertesdorf ins Entsorgungs- und Verwertungszentrum.

Es würde rund zehn Monate dauern, die 200.000 bis 220.000 Kubikmeter per LKW (entspricht der Wassermenge von 80 bis 88 Olympiaschwimmbecken) von Saarburg nach Mertesdorf zu bringen. Das hieße: zwölf bis 14 Lastwagen pro Stunde, 110 am Tag. Mögliche Transportwege: Von der Deponie über die B 51 und Könen über Trier nach Mertesdorf oder über Ayl, Irsch, Zerf, Reinsfeld und Hermeskeil nach Mertesdorf. Letzteres wäre deutlich weiter.

Die Kosten für die Sanierung vor Ort und für den Wegtransport wären in etwa gleich: 14 bis 15 Millionen Euro. Entschieden hat sich das Zweckverbandsgremium noch nicht. Im Herbst soll getestet werden, wie die Geruchsentwicklung und die Staubbelastung ist, wenn der Deponieberg Schicht für Schicht abgetragen wird.

Nachdem das Gremium entschieden hat, muss, bevor es abtransportiert würde, erst ein Planfeststellungsverfahren durchlaufen werden - samt Öffentlichkeitsbeteiligung. Frühester Beginn des Abtransports wäre Anfang 2014.

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