Zwei Einwände gegen Windkraftpläne

Zwei Einwände gegen Windkraftpläne

Die saarländische Gemeinde Nonnweiler will an mehreren Stellen im Bereich der Landesgrenze Windräder errichten. Für die Verbandsgemeinde Hermeskeil gibt es zwei Kritikpunkte an den bisherigen Planungen.

Hermeskeil/Nonnweiler. Der Wunsch nach Windkraft ist nicht nur im rheinland-pfälzischen Teil des Hochwalds stark ausgeprägt. Auch die Gemeinden im Saarland treiben diese Bemühungen zurzeit stark voran. Eine von ihnen ist Nonnweiler. In ihrem nördlichen Bereich plant sie die Ausweisung von sieben Vorrangflächen für Windräder - und zwar auf den Gemarkungen von Bierfeld, Sitzerath und Nonnweiler.
Die dafür vorgesehenen Höhenzüge markieren gleichzeitig die Landesgrenze und berühren damit das Gebiet der Verbandsgemeinde (VG) Hermeskeil. Als Nachbargemeinde können die Hermeskeiler im Planungsstadium zu den Nonnweilerer Bemühungen ihre Stellungnahme abgeben. Das hat der VG-Rat in seiner jüngsten Sitzung getan.
Grundsätzlich stellen sich die Hermeskeiler den Plänen ihrer saarländischen Nachbarn nicht entgegen. Allerdings gibt es laut Bürgermeister Michael Hülpes (CDU) "zwei kritische Punkte, die nicht mit unseren Richtlinien übereinstimmen". Zum einen wollen die Nonnweilerer auf dem Benkelberg Windräder aufstellen, die nur 650 Meter von den ersten Häusern von Grimburg entfernt sind. Das ist aus Hermeskeiler Sicht zu nah an der Wohnbebauung.
Außerdem sollen Anlagen im Bereich der Talsperre Nonnweiler aufgestellt werden, die unter anderem als Trinkwasserreservoir für die Hermeskeiler dient. Rund um den Stausee sind Wasserschutzzonen eingerichtet. Eine vorgesehene Windkraftfläche liegt teilweise in der Wasserschutzzone II. Dabei handelt es sich um ein engeres Schutzgebiet, in dem zum Beispiel keine Landwirtschaft, vor allem im Bezug auf die Düngung, betrieben werden darf. Der Hermeskeiler VG-Rat hat sich in seiner Diskussion darauf verständigt, dass Hülpes in dieser Sache ein Gespräch mit seinem Nonnweilerer Amtskollegen Franz-Josef Barth (SPD) führen soll. Ziel ist es, die saarländische Gemeinde davon zu überzeugen, dass innerhalb der Wasserschutzzone II keine Windräder aufgestellt werden sollen. Die von den Nonnweilerern vorgesehene Vorrangfläche erstreckt sich in diesem Bereich insgesamt über 67 Hektar. Davon liegen rund 40 Hektar in der Wasserschutzzone. "Außerhalb verbleiben also noch über 25 Hektar Platz, um Windräder aufzustellen", so Hülpes. ax

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