Zwei Fraktionen, zwei Meinungen

Handelt es sich bei dem neuen Flächennutzungsplan für den Bereich Golfpark noch um das Projekt, zu dessen Planung sich der Gemeinderat Temmels verpflichtet hat? Über diese Frage wurde am Donnerstagabend diskutiert.

Temmels. Auch zwischen den Feiertagen ruhen die Gespräche über das Großprojekt Golfpark auf dem Fellericher Plateau nicht (der TV berichtete). Am Donnerstag war der Temmelser Rat zusammengekommen, um öffentlich über ein Gespräch mit den Investoren und den Planungs-Stand zu sprechen. Bürgermeister Winfried Manns wollte über das Gespräch mit den Investoren ohne die rund 30 Zuhörer diskutieren, da es sich um vertragliche Angelegenheiten handele. Sein Antrag wurde von der SPD-Mehrheit abgewiesen. So berichtete Wolfgang Schmitz-Rohde, Anwalt der Gemeinde, über das Gespräch und seine Einschätzung zur Planung: Der Vorentwurf, der bei der Unterzeichnung des Projektentwicklungsvertrags zugrunde gelegen habe, stelle ein anderes Projekt dar als das, was der aktuelle Entwurf des Flächennutzungsplans beinhalte. Über das ursprüngliche Projekt sei man bereit zu diskutieren, erklärte der Jurist. Darauf folgte eine lebhafte Diskussion, denn die CDU-Fraktion teilte diese Einschätzung nicht. Leo Zimmermann (CDU): "Der Zeitpunkt ist gekommen zu klären, welches Ziel hinter der Diskussion steht." Ortsbürgermeister Joachim Mimler (SPD): "Wir erfüllen die Verpflichtungen, die wir im zweiten Projektentwicklungsvertrag eingegangen sind." Auch über die Kritik an den vorgelegten Gutachten zum Projekt wurde diskutiert. Manns erklärte unter anderem, die Gutachten würden überprüft und gegebenenfalls nachgebessert. Gabriela Linden (SPD) sagte, man müsse wissen, wer im Falle von Planungsfehlern zur Verantwortung gezogen werden könne. Ein CDU-Mitglied fragte bei der Diskussion: "Geht es euch darum, Formfehler zu finden?" Die aktuelle Planung weiche von der ursprünglichen ab, erklärte Thomas Dietz (SPD). Das könne "gravierende Auswirkungen" haben, "da kann man nicht von Lappalien sprechen", sagte er.