Zwei neue Dächer und ein Windfang

Reinsfeld · Wieder einmal soll Geld in den Reinsfelder Kindergarten fließen. Allerdings steht kein Riesenprojekt an, sondern mehrere kleinere Arbeiten. Teurer dürfte die Sanierung des Sportplatzgebäudes werden, die aber über mehrere Jahre verteilt werden soll.

Reinsfeld. Es gibt Vorhaben, die praktisch permanent auf der Tagesordnung stehen. So etwa das Reinsfelder Sportlerheim, das endlich saniert werden soll. Das viel genutzte Gebäude, Eigentum der Ortsgemeinde, ist seit Jahren in einem desolaten Zustand. Etwa 200 000 Euro müssten voraussichtlich investiert werden. Daher wurden die Arbeiten wegen noch dringenderer Projekte schon mehrfach zurückgestellt. Denn ohne Zuschuss geht da gar nichts. Doch auf der Prioritätenliste des Landkreises bewegt sich seit Jahren nichts mehr, wie Ortsbürgermeister Rainer Spies bedauert. Daher will die Gemeinde nun versuchen, in kleineren Schritten andere Töpfe wie den des Sportbundes oder des Kreis-Sportausschusses anzuzapfen. Als erstes soll das mit Welleternitplatten eingedeckte Dach, durch das es bereits geregnet hat, erneuert werden. Falls die Kommunalaufsicht zustimmt, könnte es zusätzlich mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet werden. In späteren Jahren könnten dann Türen und Fenster ausgetauscht, das Mauerwerk gedämmt und auch die Räume selbst nach und nach renoviert werden.
Möglichst noch in diesem Jahr soll Geld in den erst 2011 grundlegend erweiterten Kindergarten investiert werden. Neue Jalousien sind mit 4000 Euro veranschlagt, ein Balken mit Schaukel- oder Klettergeräten mit 4500 Euro, wozu der Elternbeirat 2000 Euro beisteuert. Sofern sich auch die Jagdgenossenschaft beteiligt, teilen sich Gemeinde und Lebenshilfe, Träger des Integrativen Kindergartens unter gleichem Dach, die restlichen Kosten.
Deutlich teurer dürfte die nachträgliche Montage eines Windfangs oder einer Überdachung am neuen Seiteneingang des Kindergartens werden. Der eigens für Mütter mit Kleinkindern an der Wetterseite geschaffene Zugang ist von Anfang an in der Kritik. Schwer bepackt und mit einem Baby auf den Armen stehen die Frauen dort im Regen, bis ihnen jemand öffnen kann. Laut Spies ist ein Architekt bereits dabei, Vorschläge zu erarbeiten, deren Umsetzung sich aber schnell auf 10 000 Euro summieren könnte. Allein die Montage eines schlichten Schutzdaches, das der Rat kürzlich als nicht ausreichend verwarf, würde 3500 Euro kosten. Da es sich um die Wetterseite handele, hätte schon die Planung Vorsorge treffen müssen, kritisierte Peter Kunz (SPD). Unter Umständen handele es sich daher um ein Problem, das im Rahmen der Gewährleistung behoben werden müsse. Frank Eiden (CDU) plädierte dafür, in jedem Fall schnell zu handeln. Schließlich wolle Reinsfeld eine für junge Familien attraktive Gemeinde sein.
Bereits beauftragt ist die Sanierung des Bürgerhausdaches. Als günstigster Anbieter wird die Longkamper Firma Bohn das Dach für etwa 66 500 Euro erneuern. Andere Angebote lagen bei bis zu 80 000 Euro.
Ebenfalls in den Startlöchern steht zudem die Erneuerung der Kapellenstraße. Die Pläne sollen in der nächsten Ratssitzung vorgestellt werden. Danach geht es laut Spies in die Bürgerbeteiligung, sodass spätestens ab 2016 gebaut werden könnte. urs