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Zwischen Krumberschnittcher und Glühwein

Zwischen Krumberschnittcher und Glühwein

Ein Weihnachtsevent feiert Geburtstag. Der idyllische Kathrainenmarkt im Herzen Kommlingens hat bei der Eröffnung bereits 300 Besucher angelockt. Das komplett von Hand gefertigte Angebot kam gut bei den Gästen an. Fünf Zentner Kartoffeln wurden allein für Krumberschnittcher geschält.

Kommlingen. Was gibt es Schöneres als beim Feiern zu wissen: Es ist ja für den guten Zweck? Das dachten sich wohl die mehr als 300 Besucher, die bereits am Samstagabend zur Eröffnung des Kommlinger Kathrainenmarkts gekommen sind. Die zehnte Auflage dieses Weihnachtsdorfs mit der besonderen Atmosphäre, dessen Anbieter viel Geld spenden, ist immer einen Besuch wert."Ohne die Vereine ist dieser Markt nicht möglich", sagt Ideengeber, Ortsvorsteher Lorenzo Mastrocesare. Das sind rund 80 Helfer von der Feuerwehr, dem Heimatverein, dem Sportverein und dem Karnevalsverein. "Hier gibt es eine sehr lebendige Dorfgemeinschaft", freut sich auch der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Konz, Karl-Heinz Frieden, bei der Eröffnung.Es sind Menschen wie die Krippenschnitzerfamilie Rosemarie und Peter Bock aus Nittel, die schon sieben Mal für scherkranke Kinder in der Villa Kunterbunt in Trier gespendet haben - bislang rund 10 000 Euro. "Ich bin Handwerker. Mein Hobby ist die Arbeit mit Holz", sagt Peter Bock. Die Kinder seien ihnen ans Herz gewachsen. Deshalb könne er sich auch leichten Herzens von seiner Kunst trennen."Hier gibt es nichts aus China", macht Ortschef Mastrocesare klar. Die Leistung seiner Helfer macht er an einer Zahl fest: "Frauen schälen fünf Zentner Kartoffeln für unsere Krumberschnittcher." Die Kommlinger Frauen, eine Gruppe von rund 20 das ganze Jahr über fleißigen Damen in der Handarbeit, spenden sogar den Gesamterlös ihrer Strickwaren, Marmeladen und Gebäck für die Restaurierung der Pfarrkirche. "Im letzten Jahr kamen dabei 1600 Euro zusammen", freut sich Gisela Müller. Da mache es doch Spaß, rund drei Stunden an einer Zipfelmütze zu arbeiten."Das ist ein echt schönes Weihnachtsdorf", sagt Besucher Christoph Oeffling (22) aus Kommlingen mit deutlich hörbarem Stolz. Mit 15 Ständen, an denen es auch viel Kulinarisches zu genießen gab, wurde um Kunden geworben. Doch nichts geht über eine "Heiße Oma", mit Kakao, Amaretto und Schlagsahne oben drauf.volksfreund.de/weihnachtsmarkt