Zwölf Chefs und ihre Ziele

Hermeskeil. Auf den Rückblick folgt heute der Ausblick auf die Zeit bis 2009: "Was sind die wichtigsten Ziele, die Sie in der zweiten Hälfte Ihrer Amtszeit erreichen wollen?" Das hat der TV die zwölf Ortsbürgermeister in der Verbandsgemeinde Hermeskeil gefragt.

Raimund Olinger, Bescheid: "Wichtigstes Ziel für die Zukunft ist es zu verhindern, dass der Ortskern kaputtgeht. Wir wollen einen Anreiz schaffen, dass dort neu gebaut werden kann. Dafür müssen wir Grundstücke kaufen oder alte Gebäude abreißen. Das ist aber ein besserer Weg als die Erschließung eines Neubaugebiets. Dafür muss man viel Geld ausgeben und nachher laufen nur die Hasen drüber. Das kann es auch nicht sein." Manfred Köhl, Beuren: "Angesichts unserer defizitären Haushaltslage, an der sowohl die VG als auch der Kreis durch ihre Umlagepolitik maßgeblich beteiligt sind, ist Ziel und Wunsch ein ausgeglichener Haushalt in der nächsten Hälfte der Legislaturperiode. Ein zweites Ziel ist, so hoffe ich, eher zu erreichen, nämlich der erfolgreiche Abschluss der freiwilligen Landzusammenlegung. Sie erscheint mir für den Erhalt unserer Kulturlandschaft von großer Bedeutung." Joachim Wellenberg, Damflos: "Bei uns lauten die wichtigsten Ziele für die Zukunft: Teilerschließung des Neubaugebietes und der Verkauf von Bauplätzen sowie der weitere Ausbau der Kreisstraße zumindest vom Ortseingang bis zum Denkmal. Damit verbunden sollen am Dorfeingang verkehrsberuhigende Maßnahmen in die Tat umgesetzt werden." Theo Palm, Geisfeld: "Weil ich viel Wert auf einen ausgeglichenen Haushalt lege, sind in Geisfeld in Zukunft größere Neuanschaffungen nicht möglich. Viel wichtiger ist, das zu erhalten, was wir hier im Dorf haben. Denn das ist nicht wenig." Bio-Energie und neue Straßen

Franz-Josef Weber, Grimburg: Die Schwerpunkte in der zweiten Hälfte der Amtszeit setzt der Rechtsanwalt in den Neubau des Grimburger Feuerwehrgerätehauses und das Projekt "Bioenergiedorf", das weiter vorangetrieben werden soll. Heinz Schuh, Gusenburg: "Wichtigstes Ziel in der Zukunft ist der Ausbau der L 147 durch den Ort mit der Neugestaltung des Ortskerns und der dazugehörigen Plätze. Auch den Friedhof wollen wir in den nächsten zweieinhalb Jahren umgestalten." Mario Leiber, Hinzert-Pölert : "In den nächsten zweieinhalb Jahren wird es für uns wichtig sein, dass wir Bauinteressenten für unsere zwei Neubaugebiete in Hinzert und Pölert an Land ziehen. Außerdem wollen wir die Umgestaltung des Pölerter Friedhofs angehen." Werner Weber, Naurath/Wald: "Bis 2009 sind vor allem zwei Vorhaben wichtig: der Ausbau der Verbindungsstraße zwischen Ober- und Unterdorf und die Neugestaltung des Friedhofsvorplatzes." Peter Kretz, Neuhütten: "Wenn die Neuanlage des Dorfplatzes und der Anbau an das Bürgerhaus abgeschlossen sind, dann dürfte es gelungen sein, in einem typischen Straßendorf, wie es Neuhütten ist, einen echten Ortsmittelpunkt zu schaffen. Ansonsten werden wir uns in Neuhütten wesentlich mehr um den Erhalt als um die Neuanlage von Einrichtungen bemühen." Andreas Ludwig, Rascheid: "Was die Ziele bis 2009 angeht, so wollen wir auch weiterhin einen möglichst ausgeglichenen Haushalt haben. Außerdem sollen auf unserem Friedhof Rasengräber angelegt werden." Rainer Spies, Reinsfeld: "Für die Zukunft sind die Erschließung des Baugebietes Flachsheide II, die Neugestaltung der Ortseinfahrt aus Richtung der Hunsrückhöhenstraße sowie die touristische Nutzung von Konversionsflächen die Hauptziele. Wichtig ist zudem eine verstärkte Zusammenarbeit mit der Stadt Hermeskeil und den umliegenden Gemeinden." Hermann Bernardy, Züsch: Als wichtigste Ziele in der zweiten Hälfte der Legislaturperiode nennt der Züscher Ortschef "den Ausbau und die Vermarktung des Neubaugebietes ,Im breiten Triesch' sowie eine für alle Bürger akzeptable Lösung hinsichtlich der Übernahme und Weiterführung der beiden konfessionellen Friedhöfe durch die Ortsgemeinde".