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40 Bürger weihen Konzer Stadtteilbüro ein

FOTO: Christian Kremer
Konz. Das Büro ist besetzt: Quartiersmanager Dominik Schnith hat zusammen mit 40 Bürgern und Politikern das neue Stadtteilbüro in der Karthäuser Straße 64 eingeweiht. Ab sofort will er von dort aus die Bürgerbeteiligung in Karthaus koordinieren.

Horst Woytal ist 80 Jahre alt. Er wohnt seit 45 Jahren in Konz-Karthaus und steht nun vor einem Modell seines Stadtteils im neuen Stadtteilbüro in der Karthäuser Straße 64. An den Wänden daneben hängen Entwürfe, wie die Trierer Straße oder das Moselufer im Rahmen des Förderprogramms Soziale Stadt umgestaltet werden könnten. Das seien alles schöne Projekte, die da geplant seien. Vor allem die lange durchgehende Hauptstraße in Karthaus sei ein Problem.

Ob das mit der Umsetzung so funktioniere, wie es die Bilder zeigten, bezweifele er aber, sagt Woytal. Der 80-Jährige ist einer von 40 Bürgern, die zur Eröffnung des neuen Stadtteilbüros gekommen sind. Am Rand des Szenarios steht Dominik Schnith, der neue Quartiersmanager. Er redet mit den Menschen und sieht zufrieden aus. Er sei angewiesen auf die Anregungen der Bürger, sagt er in seiner Rede. Die drei ersten Projekte am Moselufer, auf der Karthäuser Hauptstraße und im Klosterpark brächten viel Gestaltungsspielraum für die Bürger mit.

Der Konzer Bürgermeister Karl-Heinz Frieden betont, dass der neue Quartiersmanager die Bürgerbeteiligung vor Ort koordinieren solle - eine anspruchsvolle Aufgabe. Dazu sitze Schnith jetzt sozusagen im Schaufenster, um zu zeigen, dass er da ist. Mit Blick auf die Verwaltung sagt er: "Wir wollen uns nicht allzu viel Zeit lassen, weil es auch eine gewisse Erwartungshaltung gibt." Das Starterprojekt, die Umgestaltung der Hauptstraße in Karthaus, solle schon bald angegangen werden, verspricht er.

Quartiersmanager Dominik Schnith besetzt das Büro zunächst dienstags bis donnerstags von 10 bis 12 Uhr. Dienstag und Donnerstag ist er zudem von 16 bis 18 Uhr vor Ort, um Anregungen oder auch Kritik entgegenzunehmen. cmk