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Sammeln
Konzer Forum: Jede Münze hat eine Geschichte

Rund 500 Menschen aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland haben die 55. Münzbörse in Konz besucht. Ausrichter sind die Münzfreunde Trier.
Rund 500 Menschen aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland haben die 55. Münzbörse in Konz besucht. Ausrichter sind die Münzfreunde Trier. FOTO: FALKENSTEIN / Michael Willems
Konz. Römische Münzen, historische Postkarten oder Artefakte: Die 55. Münzbörse in Konz ist eine gute Gelegenheit gewesen, Neues zu entdecken oder sich Wünsche zu erfüllen. Von Matthias Willems

Ulman Schulte aus Trier kommt jedes Jahr zur Münzbörse nach Konz. Er sammelt seit rund 40 Jahren römische Münzen. Anfang der 1970er Jahre förderte ein durch Schleusenarbeiten herbeigeführter Tiefstand der Mosel zahlreiche antike Münzen zutage, die in der Römerzeit als Opfergabe für eine glückliche Heimkehr in den Fluss geworfen wurden.  „Da wurde mein Interesse geweckt“, erzählt er über die Anfänge seiner Sammelleidenschaft.

130 Münzen nennt Schulte heute sein eigen. Dieses Jahr ist er auf der Börse der Trierer Münzfreunde auf der Suche nach einer Münze von Konstantinus II. als Kaiser Augustus (227 bis 340 n. Christus). „Die fehlt mir noch in meiner Sammlung“, erklärt er. „Hinter jeder Münze steckt eine Geschichte. Das finde ich spannend“, sagt ein anderer Besucher.

Nicht nur Münzen von der Römerzeit bis in die Neuzeit, auch alte Postkarten, Medaillen oder sogar Amphoren gibt es in Konz zu bestaunen.

Die Teilnehmer, die an 70 Ständen ihre Ware anbieten, kommen nicht nur aus ganz Deutschland, sondern auch aus England, Frankreich, Luxemburg und Österreich. Viele sind schon seit Jahren hier. Auch André Thiltges aus Luxemburg hat schon ein paar Münzen verkauft. Er hat sich auf römische und keltische Münzen spezialisiert und kommt bereits seit 30 Jahren nach Konz. Sein wertvollstes Exemplar ist 2000 Euro wert.

Rund 500 Besucher sind nach Angaben des ersten Vorsitzenden der Trierer Münzfreunde, Hans-Jürgen Leukel, dieses Jahr nach Konz gekommen.

Besonders wertvolle Objekte kosten schnell mal mehrere Tausend Euro. Nicht alle sind passionierte Sammler, die seit Jahrzehnten dabei sind und können zum Beispiel den Wert einer Münze richtig einschätzen. Leukel lädt alle Interessierten ein, sich im Verein (siehe Info) vorher beraten zu lassen.