Abgedreht in Konz

Konz. Geschafft! Die Dreharbeiten für den im Konzer Tälchen gedrehten Amateurfilm "Die drei Ritter" sind abgeschlossen - und das, obwohl eine kleine Katastrophe den Zeitplan noch ordentlich durcheinandergebracht hat: Ausgerechnet der Hauptdarsteller Maximilian Paulus hat sich nämlich beim Fußballspielen das Schlüsselbein gebrochen. Das war besonders schlecht, weil das spektakuläre Finale des Films noch zu drehen war, bei dem der von Paulus gespielte Jonas ordentlich zu tun hat. "Laufen, springen und auch kämpfen - das war aber alles über einen Monat lang nicht möglich", sagt Regisseur und Drehbuchautor Matthias Willems, der zusammen mit Produzent Thomas Schmitt gerade vor dem Monitor am Filmschnitt sitzt. Ende Oktober, einen Monat später als ursprünglich geplant, wurden die Dreharbeiten dann aber doch noch beendet - gerade noch rechtzeitig. "Der Film spielt ja im Sommer, und wir konnten zum Glück noch die letzten schönen Tage des Oktobers mitnehmen. Jetzt sind die Bäume ja schon ziemlich kahl, das hätte bald nicht mehr so gepasst", sagt Willems. So konnte das Finale an der Ölmühle in Niedermennig abgedreht werden, in dem der schüchterne Außenseiter Jonas im Einsatz für seinen Schwarm Sina ritterliche Qualitäten unter Beweis stellt. Der Dreh ging dann auch zügig vonstatten. Schließlich sind viele der rund 25 engagierten Helfer dem völligen Laienstatus bald entwachsen. Willems ist von der Mannschaft, mit der er mindestens vier Stunden Rohmaterial gedreht hat, begeistert - nicht nur, aber natürlich vor allem von seinen Hauptdarstellern, die sich nicht steif an das Drehbuch gehalten, sondern auch intuitiv eigene Ideen eingebracht haben. "Ich war teilweise sehr überrascht, wie gut die in ihre Rollen gefunden haben", sagt Willems. Etwa eine Stunde dauert die derzeitige Fassung, deren Tonspur noch mit zusätzlichen Geräuschen sowie der Musik der Konzer Band Winston Rocket angereichert wird. Einen ersten Trailer kann man sich auf der Internetseite des Volksfreunds bereits im Internet ansehen. Die Reaktionen darauf wolle man noch abwarten, um dann auf Sponsorensuche zu gehen, erklärt der Produzent Thomas Schmitt. Geldgeber wären natürlich sehr willkommen, um etwa die Herstellung von DVDs zu finanzieren - oder sogar eine Film-Aufführung im großen Stil. Denn die Konzer Filmemacher wollen, dass ihr Film ebenso wie "Freck Langsam" auch im Kino gezeigt wird - von den Machern der Trierer Mundart-Krimi-Komödie hat das Konzer Filmteam bereits wertvolle Tipps erhalten. Willems betont, dass "Freck Langsam" sicherlich die Motivation zum Drehen von "Drei Ritter" nochmals bestärkt habe. Sein Film sei aber keine Parodie, sondern eine klassische Abenteuergeschichte im Stil der Drei-Fragezeichen-Reihe - mit einem potenziell weitem Verbreitungsgebiet. "Selbst, wenn die Einheimischen natürlich die Schauplätze wiedererkennen, hat der Film eigentlich keinen direkten lokalen Bezug - darum können wir den Film auch nicht nur hier in der Gegend zeigen, sondern theoretisch überregional", bestätigt Produzent Schmitt. Vor allem, fügt Matthias Willems hinzu, "sprechen die Leute in unserem Film keinen Dialekt".